oder März, der jetzt die ganz ganz große Wände und ganzen Politikwechsel, Richtungswechsel ja und jeder weiß ja, wenn ein gewisses Alter erreicht hat, ja, davon kommt am Ende fast nichts rüber und immer ist jede neue Regierung die schlechteste, die wir je hatten. Richard David Precht, der Philosoph, ist umstritten.
Mir ist bewusst, dass viele, die meine Videos schauen, bei diesem Mann gespalten sind. Doch genau das ist der Punkt. Wir dürfen nicht verlernen, auch anderen zuzuhören. Und er haut hier Sachen raus, die wirklich wichtig und stark sind. Ganz ehrlich, wäre er nicht dicke mit Markus Lz, hätten die öffentlichrechtlichen ihn wohl längst gekancelt.
So wie eine Gero Krone Schmalz oder Patrick Barb. So denke ich zumindest, denn bereits der erste Satz sitzt. Ich würde sagen, man kann natürlich in Deutschland frei seine Meinung äußern, aber die sozialen Kosten unliebsamer Meinungsäußerung sind stark gestiegen. Und deshalb ist es so, dass 44% sagen, lieber vorsichtig sein, denn das ist das Studienergebnis 23, glaube ich, während 40 sagen, nö, ist doch alles noch okay.
Wie hat sich dieser Wert verändert und warum? Ja, also die Ursachenforschung ist gar nicht so einfach, ne? Versucht zurückzukommen und sagen, was hat sich in der Gesellschaft verändert. da sich die Gesetzeslage nur marginal verändert hat. Sie hat sich in einigen Punkten verändert, aber das ist eigentlich nicht das ganz große Thema.
Ähm, sondern das ganz große Thema ist, warum sind die sozialen Kosten der Meinungsäußerung so sehr gestiegen? Und ich sehe das in einer gewissen Explosion an Normen. Das heißt also auch Äußerungen, die keine Straftatbestände darstellen, wie z.B. das, was gegen Herrn Schreiber da geschrieben wurde. Das enthält Beleidigung, das enthält Verunglimpfung, das die andere körperlicher Gewalt. Ja.
Ja, das sind also alles Straftatbestände, aber es gibt ja auch Menschen, die sich äußern und ähm mit sehr stark, sagen wir mal, vom gegenwärtigen Mainstream jeweils abweichenden Meinungen, die Angst haben müssen vor den sozialen Kosten. Was sind denn soziale Kosten? Was? Also, ich meine Job verlieren haben wir schon gesagt, Bedrohungsszenarien, also was meinen Sie mitz Ja, also wenn man als Person der Öffentlichkeit gesellschaftliche Ächtung, man wird vielleicht nicht mehr eingeladen, wenn man bestimmte Positionen bekleidet, äh das kann sein, dass man Arbeitsplatz irgendwo aneckt. Ja, je nachdem, wo dieser Arbeitsplatz ist. Es gibt sehr, sehr empfindliche Arbeitsplätze, vor allen im Kulturbetrieb, ja, wo die falsche Äußerungen sehr, sehr stark sanktioniert werden. Schon klar, dass Frau Meischberger Fragen stellen muss, aber glaub mir, tief im Inneren weiß sie ganz genau, was Herr Precht meint. Genau solche Menschen wie z.B. Der ehemalige NDR Journalist Patrick Barb werden heute nicht mehr eingeladen, weil sie zu kritisch sind und eine andere Meinung vertreten. Und glaub mir, ich könnte noch viele weitere
solcher Beispiele nennen, doch es kommt noch besser. Die Schattenseite ist, je sensibler und emotionaler Menschen werden, umso verletzlicher werden sie. Das heißt, umso leichter fühlen sie sich angegriffen. Ich habe das mit so einem Seerosenteich verglichen. Seosendilemma. Es hat mir sehr gut gefallen.
Also jeder von uns ist sozusagen eine Seerose und die Seerosen werden immer größer. Das heißt also unsere Sensibilität, was wir für uns in Anspruch nehmen, wo wir beleidigungsfähig sind, wo wir uns gekränkt fühlen, wird eben auch immer größer. Und das freie Wasser dazwischen, der Schwimmraum, der wird allmählich zusammengedrückt und das ist quasi der öffentliche Raum.
Das ist der Meinungsraum. Mhm. Ja, wenn alle ganz ganz sensibel ist, kann man fast nichts mehr sagen. Das heißt eigentlich jeder darf alles sagen. Die Meinungsfreiheit ist da, aber es ist so etwas, ja, was ist es dann eine Selbstzensur, wenn man Angst hat, dass man eben aneckt und dann macht man es lieber nicht und dann kommen solche Umfragen raus oder was? Genau.
Ja, also man hatte, man weiß, man muss vorsichtiger sein, als man noch vor 10 oder vor 20 Jahren sein musste, irgendwelche spontanen Urteile, Meinungen oder sowas rauszulassen oder manchmal auch sehr reflektierte Meinungen, aber wenn es Meinungen sind, die im Augenblick so durch einen in einer starken gesellschaftlichen Affektsituation wie bei Corona, ja, wie vor zwei Jahren nach den Massakern der Hamas, wie nach dem Angriff Putins auf die Ukraine, wo es also eine sehr aufgeheizte Atmosphäre ist. Muss man ganz ganz ganz ganz vorsichtig in der Öffentlichkeit sein, wie man sich positioniert, um nicht ins gesellschaftliche Abseits gestellt zu werden. Meine Güte, Selbstzensur. Dieses Wort aus dem Mund von Frau Meischberger hat schon ein gewisses Geschmäckle. Ich muss dir ehrlich gestehen, ich habe dieses Wort heute zum ersten Mal gehört und das klingt bitter. Selbstzensur, das bedeutet doch, man gibt sich selbst auf, kämpft gar nicht mehr dafür, seine Meinung zu sagen. Und
frag dich mal selbst, wem ist damit geholfen, wenn wir alle schweigen? Wir wir haben eigentlich eine fast infantilen Umgang mit Moral in unserer Gesellschaft. Wir wollen ja, dass die Welt gut ist und dass sie gerecht ist und dass alle anderen das gleiche denken wie ich. Und wenn sie was anderes denken, erlebe ich das als persönlichen Angriff.
Ja, und das ist eine ganz unheilvolle Entwicklung, weil so kann dauerhaft eine liberale Demokratie nicht funktionieren. Gleichzeitig gab es natürlich auch eine Entwicklung, wo dann Menschen, die sich so geäußert haben, dass andere sich rassistisch beleidigt fühlen, dass sie sich das, dass sie das Gefühl hatten, also über Antisemitismus müssen wir da gar nicht reden, aber Leute wie Thomas Gotschig, der ja bei Wetten das aufgehört hat mit diesem mit diesem Satz, der Grund ist, dass ich immer im Fernsehen das gesagt habe, was ich zu Hause auch gesagt habe. Inzwischen rede ich zu Hause anders wie im Fernsehen und das ist auch keine dolle Entwicklung, dann sage ich lieber gar nichts mehr. Also da ist ja auch ein Lernprozess gewesen, dass man gesagt hat, okay, also das Nwort, das müssen wir jetzt nicht mehr sagen, wenn wir wissen, es gibt Leute, die das verletzt. Was ist denn falsch daran eigentlich? Nee, eigentlich ist es gut und es ist auch gut, jedem der das benutzt, zu sagen, hör mal, ne, dir ist schon bewusst, dass das hier eine Beleidigung ist und als Beleidigung aufgefasst wird und das kannst z.B. sich die Frage ist nicht dasselbe, ob ein 20-Jähriger das Nwort benutzt oder ein 70 oder 80-Jähriger. Ja, ich kenne hinreichend
ältere Menschen, die das NWort einfach aus Unkenntnis oder aus Gewohnheit weiter benutzen. Kinderbüch. Genau. Ja, ich genau. Und eigentlich sogar in meinen noch so und die Sache ist die Frage ist in welchem Ausmaß skandalisiere ich das? Es gibt ja einen Unterschied zwischen dem Hinweis, du hör mal auf damit, ja oder das eine ganz ganz große Glocke zu hängen.
Wir hatten mal den Fall eines CSU Politikers, der sogar ein Anführungszeichen quasi in einer Talkshow gesagt hat. Roberto Blanco, glaub ich. über Roberto Blanco. Genau. Und der das quasi genau als Zitat eigentlich versuchte kenntlich zu machen und dem das dann Wochen oder Monate lang um die Ohren gehauen wird.
Also es ist ein Unterschied zu sagen, was ich völlig richtig finde, benutzt das Wort nicht unter jemand dann als das letzte und unmögliche und Rassisten zu diskreditiert, da steht in keiner Relation zueinander. Das heißt, wir wir arbeiten mit mega Etikettierungen. Ja. Und das ist nicht gut für dich.
Ich springe auf das Ende des Buches, wie kommen wir da raus? Resilienz. So und Resilienz ist jeder Manns Lieblingswort. Damit macht man sich beliebt, wenn man das sagt. Und dann denkt jeder, wenn jeder mal so schön bei sich anfängt und sich ein dickeres Feld zulegt, dann gehen wir wieder gut miteinander um.
Das ist das Wort zum Sonntag. So, für mich ist viel wichtiger, dass diese Resilienz an den verantwortlichen Stellen ist. Mhm. Also, dass die dieses auf der Ebene der der Verlagsleiter, der Ausstellungsmacher und so weiter, gerade im Kulturbetrieb ist das Moralisieren sehr sehr sehr sehr stark, noch stärker als in der Politik, dass also diese Leute sich, wenn irgendjemand was gemacht hat, auch hinter dahinter stehen und sagen ja komm fün gerade sein, lass wie das früher auch war und nicht sofort anfangen Angst um sich selbst zu haben. Also der Angst wird nicht durch jeden einzelnen ausgelöst, sondern es ist vor allen Dingen die Angst der Verantwortungsträger. Schon irgendwie erschreckend. Ich habe den Eindruck, dass wir Thomas Gottschalk nicht mehr als Talkmaster in Erinnerung behalten werden, sondern nur noch als den alten weißen Mann, der nicht auf die NZ weiß der Geier, welche Wörter verzichten wollte. Doch weg von Thomas Gottschalk hin zu Amerika und der Kriegstreiberei. Gut. Ähm, sie waren nie so ein riesen Fan von der USA, alleine
schon aus äh Erziehungsgründen. Was haben ihre Eltern so über die Vereinigten Staaten von Amerika? Ja. Ja, gut. Ich meine, der der Vietnamkrieg war sehr prägend für meine Eltern und ich habe halt zwei Aduktivgeschwister aus Vietnamm äh äh und das ist natürlich völlig klar, dass das Bild der USA nicht besonders gut ausgefallen ist, wenn man damals auf den Vietnamkrieg geguckt hat.
Ja, und ich meine auch aus heutiger Sicht unvorstellbar. Ich meine, das wurde mit mit Bow Waffen, mit Brandgas, dass die die Haut, die Köpfe, die das Fleisch hat, schmelzen lassen. Also Waffen vom aller aller grausigsten eingesetzt. Und in Europa wurde lange dazu geschwiegen, auch in Deutschland, ja, auch in der von der Regierung Brand noch, ja, da wird die Freiheit verteidigt und wenn es für die Freiheit ist, dann wird’s schon richtig sein und so weiter.
Und das haben meine Eltern geprägt. Deswegen waren die natürlich sehr sehr skeptisch den USA gegenüber. Und sie sind heute? Ach ja, man wird älter. Das heißt, also man man bleibt ja, ich weiß, man bleibt ja nicht lebenslang eins zu eins auf dem Stand, wie man mit 10 oder wie man mit 14 war.
Ich habe natürlich ein längeres Leben schon hinter mir und mich viel mit den USA auseinandergesetzt, aber ich finde durchaus skeptisch, was die Entwicklung der Vereinigten Staaten anbelangt. Aber das stimmt tatsächlich nicht erst seit Donald Trump. Und ich glaube auch der letzte Schritt, dass heute in den Umfragen die Wähler der Grünen diejenigen sind, die am stärksten für Aufrüstung sind und am stärksten für militärische Unterstützung für die Ukraine und am weitesten von pazifistischen Gedanken entfernt.
Das empfinden meine Eltern sicherlich also vorsichtig ausgedrückt als Verratingen Ideal. Sie haben, ich fühle mich in keiner einzigen Partei so, dass ich sagen würde, das spiegelt jetzt genau das, was ich über die Gesellschaft denke oder so weiter wieder. Das ja das erste ganz große Problem. Es gibt ganz viele Parteien.
Das zweite Problem ist, ich hab ich hab ich habe ja in meinem Leben gesehen, wie alles in die Politik gegangen ist und wer als Idealist angefangen ist. Ja, also zackig wie ein Bergkristall und am Ende rund gewaschen war wie ein Bachkiesel. Und das war eine Entwicklung, die wollte ich selber persönlich nicht machen.

Außerdem glaube ich, dass es manchmal kann man aus der Kommentatorenperspektive stärker auf die Politik einwirken, als wenn man selber Amtsträger ist. Aber irgendjemand muss es tun. Und jetzt kommen wir noch mal zurück zu ihrem Buch. Was glauben Sie, die Politik heute, die Politiker heute, haben die es schwerer oder leichter mit ihren Standpunkten dann eben durchzudringen? Ja, ist fast unöglich.
Also, sie machen immer noch und das entsetzt mich jedes Mal gewaltige Versprechen. Jetzt kommt der ganz große Politikwechsel. Ja, das hat äh das hat damals äh Scholz und die Grünen auch und so weiter. Wir haben noch vier Jahre und was müssen wir alles umbauen wegen des Klimawandels und so dann ist fast nichts davon passiert oder März, der jetzt die ganz ganz große Wände und ganzen Politikwechsel, Richtungswechsel ja und jeder weiß ja, wenn er ein gewisses Alter erreicht hat, ja, davon kommt am Ende fast nichts rüber. Immer ist jede neue Regierung die schlechteste, die wir je hatten. Ja, und ich habe schon schon als März gewählt wurde gesagt, es dauert nur noch ein paar Wochen, ja, und man wird hier noch schlimmer als Olaf Scholz finden, weil die die Enttäuschung programmiert ist und tatsächlich sind die Handlungsspielräume der Politik durch den Angstillstand, den ich beschreibe. Ja, jeder der sich ein Stück aus dem Fenster lehnt, um es in den Bild zu bringen, ja, der italo-Western Regisseur Sergio Lione hat mal auf die Frage, was einen italienischen Western amerikanischen Western unterscheidet,
gesagt, wenn bei John Ford jemand aus dem Fenster guckt, hat er den Blick in eine strahlende Zukunft. Mhm. Und wenn bei mir jemand aus dem Fenster guckt, dann weiß jeder, der wird jetzt erschossen. Ja. Und so ähnlich war das mit Visionen in der Politik früher und so ist das mit Visionen in der Politik heute.
Ein einen letzten Blick auf das, was dann stattdessen passiert. Social Media ist ein Feld, wo man überzeugen muss manchmal gar nicht mit politischen Inhalten. Z.B. Marcus Söder macht das immer. Ich werde jetzt mal gleich richtig reinweisen. Fre schon mit Essen. Dann sehen wir aber auch Annalina Berbock in New York.
Wir sehen dann den Außenminister Johann Wful, wie er Tarotkarten legt und Heidi Reichenckt hant. Das ist jetzt keine politische Kommunikation, aber offensichtlich muss man es machen. Sind Sie milde? Muss man nicht machen. Würde ich niemals tun. doch statt den Leuten was zu versprechen einfach tanzen. Ja, ich weiß, das kommt kurzfristig irgendwo an, aber ich würde das als Politiker nicht machen.
Ich finde das würdel, dass man sich auf die Art und Weise versucht zu verkaufen, als wä man ein Marketing Aber wollen sie dann TikTok den anderen überlassen, die dann einfach erfolgreich sind? Ich meine, die sozialen Medien kennen auch Formate, in denen man sich lang und ausführlich äußern kann. Man muss das nicht unbedingt auf die Ebene von von Essen und Tanzen runterbrechen.
Na gut, mal sehen, was davon. Richard David Prechts Eltern wurden damals vom Fernsehteam begleitet, als sie ihr Adoptivkind bekamen. Seine Eltern waren echte Linksgrüne, also Menschen, die gegen Krieg und Ungerechtigkeit einstanden. Genau diese Eigenschaften sind es, die ich auch an ihm schätze.
Beim Klimatha bin ich nicht ganz seiner Meinung, aber das ist völlig in Ordnung, denn meine Botschaft mit diesem Video ist einfach. Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass wir alle Menschen sind. Dieser extreme Hass auf Andersdenkende, auf Menschen mit einer anderen Meinung, das muss endlich aufhören.
Und ich sage es ganz offen, ich finde, dass die Linken mehr an sich arbeiten müssen, denn sie wirken in meinen Augen definitiv gefährlicher. Allein diese Schlagzeile spricht Bände. Warum muss man einen Anschlag auf Menschen verüben, die sich ihr Geld hart erarbeitet haben? Dieses Narrativ, dass alle, die Geld haben, automatisch schlechte Menschen sind, stimmt einfach nicht.
Und selbst wenn jemand ein schlechter Mensch sein sollte, das rechtfertigt niemals Drohungen oder Gewalt. Es gibt keinen Grund, Menschen mit Anschlägen auf ihr Eigentum oder ihre Häuser zu bedrohen. Das ist einfach nur geisteskrank. Am Ende des Tages geht’s mir einfach darum, dass wir wieder lernen, zuzuhören, auch dann, wenn jemand eine andere Meinung hat.
Nur so kommen wir weiter als Gesellschaft und als Menschen. Schreib mir gerne in die Kommentare, was du dazu denkst und auch wie du Richard David Precht siehst. Ich bin gespannt auf deine Meinung. Danke dir fürs Einschalten und bis zum nächsten Mal.
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