Tino Krupaller kommt im Osten sehr gut an. In einer Talkrunde äußert eine ostdeutsche Gewerkschaftschefin aus der Chemiebranche ernste Sorgen. Wenn die aktuelle Politik so weiterläuft, könnten bald 800 Arbeitsplätze verloren gehen. Doch der eigentliche Elefant im Raum, den spricht wie so oft Tino Kopala aus und das bleibt nicht ohne Folgen.
Ein CDU-Pitiker geht plötzlich laut dazwischen, fühlt sich persönlich angegriffen. Ein klassisches Muster, wenn die Wahrheit unbequem wird, wird nicht widersprochen, sondern gebrüllt. Dieser Kracker, das müssen wir kurz erklären. Wir können mal paar Bilder zeigen von den Anlagen in Skopau und im Böhlen.
Dieser Crecker ist eine Anlage, die zerlegt, glaube ich, korrigieren Sie mich, Rohbenzin in seine Bestandteile und diese Bestandteile sind unter anderem wichtig für die Kunststoffäh Produktion. Äh darum geht es unter anderem und diese Anlage ist sehr aufwendig, sehr teuer, sehr energietintensiv und die steht jetzt im Grunde genommen äh zur Debatte, ob sie ob sie ähm dort weitergeführt wird.
Ich will mal ganz kurz einlenken auf dieses Thema Strompreis. Im Koalitionsvertrag steht drin, für Haushalte und auch für die Industrie machen wir 5 Cent den Strom billiger pro Kilowattstunde. Da steht aber auch drin, wir machen so eine Art Industriestrompreis. Wann der kommt und wie der aussehen wird, steht da allerdings nicht drin.
Wie wichtig ist das jetzt aktuell? Das ist äh sehr, sehr wichtig. insgesamt die Energiepreise in Gänze, also sowohl den Strompreis als aber auch den Gaspreis dauerhaft zu reduzieren, das ist einer der zentralen Forderung, die die IBCR auch gemeinsam mit den Gewerkschaften auch mit dem Industrieverbänden auch in den in den Wahlkampf eingebracht haben und da finden wir vieles richtiges im Koalitionsvertrag wieder und jetzt geht’s tatsächlich darum, da wirklich Tempo hinterzukriegen, den Turnaround für die Wirtschaft, für die Industrie auch auf die Schiene zu setzen. und der Schulze, wenn Sie erlauben, möchte ich sagen, Herr März hat nicht 100 Tage Zeit, es muss sofort losgehen und die Gasumlage können Sie im Grunde in der ersten Sitzungswoche abschaffen. Äh, und das kann direkt äh konkret werden. Ist das eine Einladung für Herrn März da vor? Ja, das ist die aus die Einladung habe ich schon ähm ausgesprochen. Ähm ich erwarte Herrn Merz ich erwarte Herrn März in Böhlen vor dem Cracker und wir brauchen tatsächlich das Kanzler versprechen, wie es nach der
Wiedervereinigung gerade auch für äh die Dauer in Böhlen und in Skopau bekommen haben und das ist jetzt wieder notwendig. 800 Jobs stehen da sozusagen auf der Kippe. Herr Schulze, wann kommt dieser preiswerte Strom denn? Mit Friedrich März wird der günstige Strom wohl kaum zurückkommen.
Da könnt ihr lange warten. Vielleicht sollte sich aber das IGBCE künftig gut überlegen, ob sie ihre Energie lieber weiter ins Kämpfen gegen rechts steckt oder endlich für eine Politik eintritt, die tatsächlich ihren Mitgliedern hilft. Vor allem eine vernünftige Energiepolitik, von der Millionen profitieren würden.

Denn machen wir uns nichts vor. Es sind nicht die Rechten, die diese Energiekrise zu verantworten haben. Es sind nicht die Rechten, wegen denen bald 800 Jobs in der Chemiebranche auf der Kippe stehen. Wer das immer noch nicht versteht, dem ist kaum noch zu helfen. Also bitte, sprecht endlich die Verantwortlichen direkt an und sagt ihnen klar ins Gesicht, dass es so nicht weitergehen kann.
Wann kommt dieser preiswerte Strom denn? Na, ich hoffe möglich schnell, weil sie natürlich richtig gesagt haben, es geht ja wirklich um um Wochen und nicht um Monate. Wir hatten übrigens zu Friedrich März den Kontakt schon weit vor der Bundestagswahl zu dieser Thematik, weil Rein Hasel und ich diese Thematik natürlich schon länger kennen, weil wir als ich als Wirtschaftsminister, ich bin auch am Freitag ist es meines Wissens äh die äh Betriebsversammlung in dem Standort in Sachsenanhalt.
Am Donnerstag, glaube ich, bin ich oder morgen weiß ich gar nicht in in Harzone bei Triemit. Wir haben im Moment die Herausforderung, aber man sollte sich da auch als Politik nicht vordrücken, sondern vor Ort mit den Menschen reden. Und das will ich auch sagen, wir haben im Hintergrund, man darf nicht immer alles offenlegen, aber viele Gespräche auch für eine für positive Entwicklungen in diesen Unternehmen, das will ich auch klar ansprechen.
Diese Thematik ist bekannt. Wir haben übrigens auch mal ein Kanzler, der jetzt abgewählt ist, der von Anfang an gesagt hat, wir brauchen einen Industriestrompreis, glaub vier oder 5 Cent hat er angekündigt, ist nie gekommen. Wir müssen es jetzt unbedingt hinbekommen. Es war wirklich, das will ich auch sagen, eine große Herausforderung, das in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln, weil es am Ende richtig viel Geld kostet.
Ja, und das muss man auch irgendwo herbringen. Auf der einen Seite sagt man, man darf keine neuen Kredite aufnehmen. Auf der anderen Seite sagt man, man muss Infrastruktur, was auch immer, finanzieren. Wir wollen Sozialleistungen finanzieren, wir müssen auch das finanzieren. Es muss ja auch irgendwo herkommen das Geld.
Und das ist einfach eine Diskussion, die ich manchmal vermisse, dass man sagt, wir brauchen überall was, aber wo es herkommen soll, sagt keiner. Und deswegen ist es glaube ich ein, ich fand es gut, dass Sie es auch gerade ehrlich gesagt haben, eine Errungenschaft, dass wir jetzt im Koalitionsvertrag drin stehen haben, wo ich jetzt auch drum bitte, die Bundesregierung Katharina Reich ist da glaube ich die richtige für als jemand, der die Energiethematiken gut kennt, aus der Wirtschaft kommt, das jetzt umgesetzt werden muss. Entschuldigung für die lange Rede, aber mus vielleicht ein bisschen ausführen. Wir haben leider nur noch ganz wenig Zeit, aber Herr Kupaller, vielleicht an Sie noch mal. Wir haben 500 Milliarden Euro Sondervermögen für Infrastruktur. Wir haben gehört, der Koalitionsvertrag hat gute Ansätze. Was machen Sie denn? Was macht denn die AfD, wenn das jetzt alles funktioniert und es Deutschland wieder besser geht? Also vielleicht noch mal ganz kurz zurück zu dem Energiestrompreis, weil ich das doch wichtig finde auch zu erwähnen, der Energestrompreis, der sie jetzt so im Koalitionsvertrag hinein diskutiert und auch reingeschrieben wurde, die faktisch ist es ja so, dass am Ende jemand auch den geringeren Strompreis bezahlen muss und das ist der Steuerzahler. Also im Endeffekt bezahlt das sowieso der
Steuerzahler, egal wo man jetzt denkt, man kann sofort die CO2 Steuer ab schaffen. Die haben sie die haben sie erhöht. Die haben sie erhöht, ne? Wissen Sie was machen sollen? Sie sollten die Wirtschafts Russlandssanktion abschaffen und sie sollten vor allen endlich wieder russisches Gas kaufen.
Das braucht auch ihr Standort in Sachsen Anhalt. Das ist der Grund, warum das Unternehmen wahrscheinlich pleite gehen wird, damit wir wieder günstig Energie bekommen. Lassen Sie mich ganz kurz ausreden. Das ist der Punkt. Und die EU übrigens ab 2027 möchte überhaupt kein russisches Gas mehr kaufen. Man will es verbieten.
Das ist heute mit ihrer Partei der CDU in Brüssel mit entschieden worden. Das zeigt doch eigentlich was wir brauchen. Wir brauchen wieder Kernenergie in Deutschland. Wir brauchen verlängerte Kohlekraft und wir brauchen natürlich Gaskraftwerke, die auch mit russischem Gas betrieben werden sollen.
Denn mit welchem Gas denn sonst? Einmal kurz erwider dadurch einmal kurz erwner noch wissen was was uns bei allen Sachen ganz kurz was uns bei allen Sachen am meisten helfen würde wenn dieser schreckliche Krieg in der Ukraine endlich zu Ende wä und wenn Sie so gute Kontakte nach Russland haben, dann gehen sie doch mal zu Vladimir Putin und sagen beende dies machen wir ohne Waffenlieferung an die Ukraine ohne Waffenlieferung an die Ukraine.
Sie wollen den Krieg verlängern her wirklich eine Frechheit das zu behaupten. Jeder von uns der Kanzler März möchte diesen Krieg verlängern. Ich hab ihn auch zen sie wissen Sie zu behaupten, ich will den Krieg verlängern. Wie gesagt, die ist irre spre sie hätten mal meine Großeltern sind leider nicht mehr da. Die haben mir erzählt, wie schlimm Krieg ist.
Keiner von uns will Krieg und wenn das die AfD behauptet, dieses ganze dumme Gequatsche, das kann man einfach nicht mehr hören von Ihnen. Wir brauchen Frieden und da können sie, wenn Sie da gute Kontakte haben, mithelfen. Fragen sie beide dazu. Ich hal ich halte mal fest. Also Gaslieferung aus Russland wird auf absehbare Zeit nicht geben, solange es diesen Krieg gibt.
So, deswegen brauchen wir jetzt andere Lösung. ist aber auch, dass Kernenergie wahrscheinlich auch schwierig wird, zumindest in den nächsten 20 Jahren. So schnell lässt sich ein Kernkraftwerk auch nicht mehr aufbauen. So gut wie alles lässt sich schnell wieder aufbauen, auch Kernkraftwerke. Und ich sage immer, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Und momentan fehlt es vor allem an einem, am politischen Willen. Wenn man im Osten auch in kleinen mittelständischen Unternehmen im Handwerk arbeitet, hat man nie die Chance gehabt äh mit Betriebsrenten oder sonst irgendwas nicht reichtum anzäufen. Vielen Dank. Also wir stellen fest, allein, weil es biographische Brüche, weil es Arbeitslosigkeit gab, kleine Jobs, also die ring gering bezahlt werden, sind die Ostrenten ähm a klein und das ist eben die Frage ähm wie wird diese neue Bundesregierung diesem Thema möglicherweise begegnen? Danke schön an Sie. Vollzeitbeschäftigte in Ostdeutschland verdienen im Schnitt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 824 € brutto im Monat, weniger als Kolleginnen oder Kollegen im Westen. Die SPD möchte dafür den Mindestlohn erhöhen. Die AfD sagt, das wollen wir lieber nicht. Müssten Sie nicht, wenn Sie für den Osten sprechen, sagen ja, auf jeden Fall eine Erhöhung des Mindestlohnes. Ja, wir haben immer gesagt, dass die Mindestlohn Diskussion dorthin gehört nämlich außerhalb der Politik. Also nicht in die Regierung.
Das kann man nicht per per Regierungsbeschluss beschließen, sondern das gehört das gehört zu den Tarif Genau. Und genau wir haben eine Mindestlohnkommission, die genau dafür zuständig ist, um diese Mindestlöhne auch äh anzupassen und auch dementsprechend auch dort äh mit einzusetzen.
Und das wollten müssen mit den Tarifpartnern, aber auch mit den Wirtschaftsverbänden diskutiert, wenn da gehört’s hin. Deswegen war es in der Vergangenheit falsch, hat im übrigen auch die CDU kritisiert, dass man das politisch äh Signal gesetzt hat, diese Mindestdöhne zu erhöhen. Am Ende müssen nämlich auch die kleinen Handwerksbetriebe, die Friseure, die Bäcker müssen auch diese Mündestünne bezahlen und können es teilweise nicht oder auch die Reinigungsunternehmen.
Das gehört s weit dazu, aber insgesamt muss man hier sagen, was wir auch sagen, dass man die Steuerlast insgesamt senken muss. Gerade für kleine Einkommen bis 2000 € sollte man eigentlich so gut wie keine Lohnsteuern bezahlen. Das wäre eine wirkliche Entlastung, eine sofortige Entlastung und trägt auch dazu bei, dass man sich eher was fürs Alter zurücklegen kann.
Im Osten erhalten Menschen auch 30 Jahre nach der Wende deutlich weniger Lohn als in Westdeutschland. Besonders groß ist der absolute Unterschied in der Autoindustrie. Ich persönlich bin in Westdeutschland geboren und aufgewachsen. Aber wenn ich solche Schlagzeilen lese, frage ich mich, wie kann das sein? Warum werden meine Landsleute benachteiligt, nur weil sie ein paar Kilometer weiter östlich leben? Diese Spaltung muss endlich aufhören und zwar so schnell wie möglich.
Es ist gut, wenn solche Themen in Talkshows angesprochen werden, keine Frage. Aber reden allein reicht nicht.
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