Mario Vogt hat in meinen Augen in seinen   ersten hundert Tagen als   Ministerpräsident von Thüringen absolut   nicht abgeliefert. Aber ganz ehrlich,   von der CDU und dieser Bromber Koalition   habe ich auch nichts anderes erwartet.   Die Thüringer wollten Björn Höcke und   die AfD. Punkt Auschluss. Wie   erschreckend schwach die aktuelle   Politik in Thüringen wirklich ist, zeige   ich dir im zweiten Teil.

 

 Dort nimmt sich   Björn Höcke höchstpönlich Mario Vog zur   Brust. Aber starten wir zunächst einmal   mit einem Bildungssystem, das am Boden   liegt und einem Herr Vogt, der   verzweifelt versucht schön zu reden, was   schlichtweg nicht schön zu reden ist. In   Thüringen mehr Lehrer einstellen als in   Ruhestand gehen, das bekämpft den   Unterrichtsausfall.

 

 Das ist das Ziel,   weil ich möchte, dass Lehrer vor der   Klasse stehen. Das ist ein ganz   wesentlicher Punkt. Oder bei der   Schulordnung z.B., dass wir wieder auf   fördern und auf fordern setzen, dass   eben auch wieder Kopfnoten eingeführt   werden, dass Versetzungsentscheidung da   sind, weil wir auch wollen, dass   Leistung in der Schule bewertet wird und   das sind Themen, die haben wir jetzt   schon in ersten 100 Tagen gemacht und   das sind die Schritte, die es auch   braucht, aber sie haben absolut recht.

 

  Äh, es braucht eine langfristige   Wirksamkeit, aber die Richtung muss   umgesteuert werden. Sie loben jetzt so   sehr die die Bildung, Herr V. Ich würde   das gern noch mal ein bisschen abrunden.   Frau Fitztum ist da, Katrin Fitztum von   der Gewerkschaft, Erziehung und   Wissenschaft. Ich habe das Gefühl, Sie   sehen es nicht so rosig wie Herr Vogt.

 

  Genau, nicht ganz so rosig, wie Sie das   beschreiben. Ähm, für uns war schon mal   überraschend, dass ähm im   Bildungsbereich für die 100 Tage   Ergebnisse angekündigt worden sind. Äh,   weil wir glauben, das funktioniert   einfach nicht. Bildung ist ein langer   Prozess, der viel Zeit und viel   Abstimmung braucht.

 

 Und es gab das   Versprechen beispielsweise den   Unterrichtsausfall auf äh unter 10 % zu   senken. Die aktuelle Erhebung äh zeigt,   dass er bei 11% liegt. Also insofern es   war mache ich Ihnen gar nicht zum   Vorwurf, sondern das war eigentlich   relativ klar, dass diese Entwicklung so   ist und auch ihre Ankündigung gerade   eben in diesem Jahr ist zu schaffen, so   viel Lehre einzustellen, wie ein   Ruhestand geht, da die gucken wir uns am   Ende des Jahres an, weil wir wissen,   dass in der Ausbildung immer noch   genügend Menschen äh am Ende den   Lehrerberuf nicht ergreifen, auch wenn   sie quasi eine Übernahmegarantie ähm   gemacht haben. Also mein Problem   sozusagen ist der Blick darauf, sie   haben viel versprochen in dem Wissen,   dass im Bildungsbereich eigentlich gar   nicht so schnell was umgesetzt werden   kann und ich glaube, das macht noch mal   eine Enttäuschung auch bei den   Lehrerinnen, aber auch bei den Eltern   auf. Und das Thema Schulordnung, ist ja   schon angesprochen worden. Ich glaube,   da haben sie sich mehr Ärger eingebracht   als notwendig gewesen wäre, weil die   Frage der Gestaltung von   Gemeinschaftsschulen das hätte man   vorher mitdenken können, wenn man die   Schulordnung ändert. Ähm und die Debatte

 

  um die äh Vergabe von Kopfnoten und   Versetzungsentscheidungen, da hätte ich   mir gewünscht, dass wir eher auf   wissenschaftliche Studien zurückgreifen,   denn auf so ein altes Bild von Leistung   muss ich lohnen. Na ja, also ich bin da   sehr dankbar. Sie wissen ja, dass wir   sehr frühzeitig auch im   bilatereienespräch und auch mit den   Gewerkschaftskollegen gewesen sind.

 

 Ich   bin auch sehr dankbar, dass heute der   Thüringer Lehrerverband erklärt hat,   dass sie eine positive Bilanz ziehen der   ersten 100 Tage im Bildungsbereich.   Entschuldigung gerade muss muss ich mal   mal schlechte Kopfnote ihnen ins Wort   fallen. Der Lverband sagte heute, er   gibt ihn so das die die Schulnote 3 bis   4.

 

 Also da ist noch viel Luft nach oben,   denke ich mal. Ich habe eine E-Mail   bekommen von der Airfutter Schule. Die   haben in einer Woche 140 Stunden   Schulausfall. Wir haben teilweise   Schulen in Thüringen, wo 20% des   Unterrichtsausfah. Das ist doch das   Skandal. Das ist die stille Krise   unseres Landes. Das ist mein Topa. Genau   das, ne? Sie hatten ja äh wir haben noch   mal nachgelesen, die Schulstatistik   Thüringen hat gezählt.

 

 Der letzten   Novemberwoche war das noch vor ihrem   Ansamritt, da lag der Ausfall bei 11,1%.   Sie haben gesagt, sie wollen den Ausfall   senken. Es ist so bei 11 %. Mein Matte   ist es nicht so aufregend, aber 0,1% ja   ist weniger, aber das reicht da nicht so   richtig aus, oder? Wie geht weiter die   nächsten? mich gerne, ich lass mich   gerne im Jahresvergleich vergleichen und   noch mal, ich finde Politik muss   Ergebnisse abliefern und sie können uns   gerne daran kritisieren, dass wir es   nicht schaffen. Diese Kritik überlasse   ich Herrn Höcke mit erschreckenden   Details, die in dieser Sendung nicht   einmal vorgekommen sind. Typisch ÖR.   Ministerpräsident Vog macht da weiter,   wo Ramelo aufhört. Man kann sagen, der   Ministerpräsident wurde ausgetauscht,   aber die Politik bleibt dieselbe. Ihre   Regierungserklärung, ich habe eben schon   darauf hingewiesen, war   Phrasengeschwängert, war inhaltsleer.   Ich habe mich ähm mit dem 100   Tageprogramm der neuen Regierung   auseinandergesetzt. Man hat das Gefühl,   dass sie und das habe ich eben schon   gesagt, dort weitermachen, wo

 

  Rot-Rotgrün aufgehört hat, nämlich die   Missstände einfach nur wahrzunehmen, die   Missst Missstände zu bereden und die   Missstände zu verwalten.   Politikgestaltung konnte ich in diesem   100 Tageprogramm tatsächlich nicht   erkennen. Dieses Regierungsprogramm,   dieses 100 Tageprogramm, dass Sie   vorgelegt haben, das bringt Thüringen   tatsächlich nicht nach vorne, sondern es   begleitet nur den Niedergang Thürings.

 

  was mir völlig fehlt, nicht nur als   Lehrer, nicht nur als Vater von vier   Kindern, sind mittlerweile sind drei aus   den Schulen draußen, einer ist noch   drin, sondern auch als interessierter   Zeitgenoss und als Politiker, der   natürlich auch die Debatte   verfolgt. Kein Wort zur Gewaltexplosion   an unserer Schule.

 

 Wir haben gerade im   Januar Studie, die von Forer   durchgeführt ist, worden ist zu Kenntnis   genommen im Auftrag der VDE. Die Gewalt   gegen Lehrer hat ein erschreckendes   Ausmaß mittlerweile eingenommen. Wir   hören gestern von einem Fall in   Norddeutschland, wo eine 14-jährige, von   einer Mädchenbande mit   Migrationshintergrund, man darf das ja   noch sagen, zusammengeschlagen worden   ist, eine halbe Stunde vor dem   Lehrerzimmer mit Gehirnblutung gesessen   hat, bevor die Mutter dann in die Schule   gekommen ist, ihre Tochter geschnappt   hat und ins Krankenhaus gefahren hat, wo   die Ärzte lebensgefährliche Verletzung   festgestellt haben. Das ist die Realität   nicht nur in Norddeutschland. Solche   Fälle gibt es mittlerweile überall in   Deutschland und auch in Thüringen leben   wir nicht mehr auf der Insel der   Seeligen. Wir haben einen   Verrohungszustand in den Schulen   erreicht, die katastrophal sind und die   unsere Kinder vom Lernerfolg abhalten.   Und das thematisieren sie mit keinem

 

  Wort in Ihrem 100 Tageprogramm. Das geht   nicht.   Und auch   das die   Drogenproblematik will es gar nicht auf   die Cannabisdebatte hinaus will da gar   nicht einsteigen. Aber sehr geehrter   Ministerpräsident Vogt, meine   Überzeugung ist und ich glaube das   dürften Sie genauso sehen. Es gibt   mittlerweile in Thüringen keine   weiterführende Schule mehr, die   drogenfrei   ist. Die finden sie nicht mehr.

  Unsere Kinder werden systematisch   vergiftet. Kein Wort in ihrer   Regierungserklärung, wie sie damit mit   diesem Missstand umgehen wollen. Das   hätte er gerade im Bereich der Bildung   zentralgesetzt   werden. Sie reden vor allen Dingen über   Nebensächlichkeiten. Die großen Probleme   werden nicht in den Fokus genommen.

 

 Was   mit der inneren Sicherheit? Praktisch   keine Ausführung zur inneren Sicherheit,   obwohl wir wirklich mit einer Situation   konfrontiert sind, die in Richtung   Staatszerfall eingeortet werden muss.   Was ist vor allen Dingen mit der   demografienkrise? Wir haben gerade erst   vor einer Woche in den Thüringer Medien   eine Überschrift gehabt, die mich   persönlich erfreut hat als vierfachen   Familienvater und als AfD-Pitiker, weil   endlich mal Tachelis geredet worden ist.

 

  Die Thüringer Medien haben einen Bericht   zur demografischen Lage Thürings   überschrieben mit Thüringen schafft sich   ab. Thüringen schafft sich ab.   Ein deutlicher Anklang an das epochalle   Werk von Tido Sarin erschien 2010 mit   dem Titel Deutschland schafft sich ab   und damals hat das SPD mit Kittilo   Saratin nicht nur auf die   Migrationsproblematik hingewiesen, die   damals schon heiß gelaufen ist, sondern   auch auf die demografische Krise   Deutschlands hingewiesen.

 

 Und diese   demografische Krise Deutschlands ist   natürlich im besonderer Maße eine   demographische Krise auch Thürings. Wir   kennen die Zahlen, die wenigsten   Geburten seit der Wende in Thüring. Wir   brauchen eine familienpolitische   Offensive. Als ich die Schlagzeile   gelesen habe, dass Lehrer einfach   weglaufen sollen, da war ich einfach nur   fassungslos.

 

 Was ist das bitte für ein   Land geworden, in dem Lehrer Angst haben   müssen, in die Schule zu gehen? Kein   Wunder, dass keiner mehr Lust hat,   diesen Beruf überhaupt noch zu   ergreifen. Und ja, in vielen Punkten hat   Herrn Höcke damit recht. Das System   bröckelt. Das sieht man nicht nur in   Thüringen, sondern auch auf Bundesebene.   Die CDU, die gerade katastrophale Deals   mit der SPD einfelt.

 

 Wie peinlich ist   das eigentlich? Laut einer aktuellen   Umfrage von Forsa glauben 52% der   Deutschen nicht daran, dass Friedrich   Merz guter Bundeskanzler wäre. Und das   sagt doch schon alles aus, oder? M.