Im Märzin4 rollte ein schwerer Mercedes durch die verschneiten Straßen von Lemberg. Die galizische Stadt lag unter einer grauen Schneedecke. Auf dem Rücksitz saß Generalfeldmarschall Erich von Mannstein, eingehüllt in seinen feldgrauen Mantel, das Gesicht eine steinerne Maske. Für viele war er der brillanteste militärische Kopf des Deutschen Reiches, der Mann, der Frankreich im Handstreich erobert, Sevastopol genommen und selbst nach Stalingrad noch Wunder gewirkt hatte.
Der Feldmarschall, dessen Namen die Sowjets fürchteten und dessen strategisches Genie selbst alliierte Generäle bewunderten. An den Fronten erzählten sich die Soldaten Geschichten von seinen taktischen Meisterleistungen, von Schlachten, die bereits verloren schienen und die er doch noch gedreht hatte.
Doch an diesem kalten Märztag fuhr er nicht als Triumphator, sondern als Todgeweiter zu einem Treffen, das seine Karriere beenden sollte. Noch einen Tag zuvor hatte sich Mannstein das Undenkbare erlaubt. Er hatte seinem obersten Befehlshaber ein Ultimatum gestellt. Adolf Hitler sollte bis 15 Uhr die Genehmigung zum Rückzug der ersten Panzerarmee erteilen oder Mannstein würde eigenständig handeln.
Die Antwort kam eine Stunde zu spät und war eine Falle. Die Armee sollte ihre Position halten und gleichzeitig die Verbindung nach Westen sichern. Mannstein erkannte sofort, was dies bedeutete. Stalingrad 2.0. Eine weitere Armee im Kessel, zehntausende Soldaten dem Tod geweiht. Noch am selben Abend gab er eigenmächtig den Befehl zur Vorbereitung des Rückzugs.
Am nächsten Morgen kam die Vorladung. Um zu verstehen, warum dieser Tag so bedeutsam war, müssen wir zurückblicken. Fritz Erich von Lewinski wurde am 24. November 1887 in Berlin geboren, das zehnte Kind einer alten preußischen Offiziersfamilie. Doch schon bei der Taufe wurde er seinem kinderlosen Onkel Georg von Mannstein und dessen Frau übergeben.
Mit 13 Jahren kam der Junge ins Kadettenchor der gnadenlosen Schmiede preußischer Offiziere. Hier lernte er, was sein gesamtes Leben prägen sollte. bedingungslose Pflichterfüllung, gehorsam gegenüber der Krone, Treue bis in den Tod. Der erste Weltkrieg formte ihn zum Generalstabsoffizier. Im November 1914 wurde er an der Ostfront schwer verwundet.
Monatelang rang er mit dem Tod. Nach seiner Genesung verbrachte er den Rest des Krieges in Stabsposten, wo sein außergewöhnliches strategisches Talent zum ersten Mal aufblitzte. Er lernte Schlachten nicht nur mit Mut zu führen, sondern mit Intelligenz und Kalkül. Als das Kaiserreich zusammenbrach und die Revolution über Deutschland hinwegfegte, gehörte Mahnstein zu den wenigen Glücklichen, die in der winzigen Reichswehr bleiben durften. Von 100.

000 Soldaten mussten 100taus ausgewählt werden. Er war einer davon. Die Weimaraer Republik verachtete er wie die meisten seiner Standesgenossen, doch diente er ihr loyal. Seine Karriere verlief unauffällig, aber stetig aufwärts. Er arbeitete an Mobilmachungsplänen, studierte moderne Kriegsführung, entwickelte Konzepte für bewegliche Artillerie.
Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, störte ihn vor allem der sogenannte Aria Paragraph. Nicht aus moralischen Gründen, sondern weil er ihn als Eingriff in die Autonomie des Offizierschor empfand. Seine Karriere nahm dies nicht übel. Im Oktober 1936 wurde er Oberquartiermeister 1, der erste Stellvertreter des Generalstabschefs Ludwig Beck.
und damit designier Nachfolger auf den prestigeträchtigsten Posten der Armee. Doch die Blombergfritschkrise sollte diese Hoffnung zerstören. Mannstein wurde gegen seinen Willen nach Schlesien versetzt. Was wie ein Karriereknick aussah, wurde zum Wendepunkt. Als Generalstabschef der Heresgruppe A arbeitete Mannstein zusammen mit Günther Blumentritt und Henning von Treskov einen revolutionären Plan aus.
Statt wie vorgesehen durch Belgien sollte der Hauptstoß durch die Ardennen erfolgen, ein gewagtes Manöver, das die französischen Verteidigungslinien im Handstreich umgehen würde. Die Adennen galten als unpassierbar für Panzerverbände dicht bewaldet und hügelig. Genau das machte sie zur perfekten Route. Das Oberkommando lehnte ab.
Zu riskant, zu unkonventionell. Die alten Generäle hielten an bewährten Strategien fest, doch Mannstein gab nicht auf. Unermüdlich schrieb er Denkschriften, überarbeitete seinen Plan, suchte nach Verbündeten. Durch geschickte Kanäle erreichte sein Plan schließlich den Führer persönlich. Der Diktator war begeistert.
Im Februarz empfing er Mannstein zum Frühstück in der Reichskanzlei. Der Feldmarschall erinnerte sich später. Ich muss zugeben, dass ich überrascht war von der Schnelligkeit, mit der Hitler das Konzept erfasste. Der Sichelschnitt wurde Realität. Im Mai brachen deutsche Panzer durch die Adennen und Frankreich fiel in nur sechs Wochen. Die Welt stand unter Schock.
Ironischerweise nahm Mannstein selbst kaum an der Operation teil. Er hatte inzwischen das Kommando über ein Armee Chor in Tezin übernommen, fernab vom Geschehen. Der Russland Feldzug bot ihm die Bühne, die er verdiente. Als Befehlshaber deren Armee eroberte er im Sommer 1942 die Festung Sevastopol und nahm über 40030 sowjetische Soldaten gefangen. Am 1.
Juli wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt mit 54 Jahren einer der Jüngsten in der deutschen Geschichte. Nach der Katastrophe von Stalingrad offenbarte sich Mannsteins wahres Genie. Im Februar und März 1943 führte er die Heresgruppe Süd in ihrer verzweifelten Lage zu einem der größten Triumphe der Wehrmacht, der Rückeroberung von Schakov.
Die Sowjets verloren in nur einem Monatzeta Tote, 14000 Gefangene, 600 Panzer und Geschütze. Es war der letzte große deutsche Sieg an der Ostfront, doch mit jedem Erfolg wuchs auch der Konflikt mit Hitler. Der Diktator verlangte, jede Position bis zum letzten Mann zu halten. Mannstein dagegen war Meister der beweglichen Kriegsführung.
Er wollte Raum aufgeben, um den Feind in die Falle zu locken. Mobile Verteidigung nannte er es. Hitler nannte es Defaitismus. Nach der gescheiterten Operation Zitadelle bei Kursk im Sommer 1943 begann der endgültige Rückzug. Mannstein führte ihn meisterhaft, aber Hitler konnte Rückzüge nicht ertragen. Jedes Treffen wurde zur Konfrontation.
Propagandaminister Josef Gürbels gab Mannstein den höhnischen Spitznamen Marschall Rückzug. Himmler bezeichnete ihn als Defetist erster Klasse und drängte Hitler zur Entlassung. Im November kam der Moment, der Mannsteins Schicksal hätte ändern können. Oberst Henning von Treskov, einer der Hauptorganisatoren des militärischen Widerstands, besuchte den Feldmarschall in seinem Hauptquartier.
Die beiden kannten sich gut. Treskov hatte am Mannsteinplan mitgearbeitet, doch dieses Treffen war anders. Treskov schilderte die aussichtslose Lage, die Verbrechen des Regimes, die drohende Katastrophe. Er sprach von der Verantwortung vor der Geschichte, von der Pflicht, Deutschland vor dem Untergang zu retten. Er bat Mannstein, sich dem Widerstand anzuschließen, ja, ihn sogar zu führen.
Mit Mannsteins Prestige, so glaubte Treskov, hätte ein Umsturz Aussicht auf Erfolg. Mannstein lehnte ab. Preußische Feldmarschelle putschen nicht, soll er gesagt haben. Seine preußische Erziehung, sein Ehrbegriff, sein Verständnis von Pflicht und Gehorsam ließen es nicht zu. Der Fahneneit band ihn, auch wenn der, dem er geschworen hatte, Deutschland in den Abgrund führte.
Es war das letzte Mal, dass der Widerstand versuchte, ihn zu gewinnen. Später, nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 würde man sich fragen, hätte Mannsteins Prestige den Umsturz ermöglicht? Hätten andere Feldmarchelle sich ihm angeschlossen? Wir werden es nie erfahren. Im März 1944 spitzte sich alles zu. Die sowjetische Offensive rollte unaufhaltsam nach Westen.

Die erste Panzerarmee stand kurz vor der Einkesselung bei Kamenetz Podolski. Mannstein sah die Parallele zu Stalingrad mit erschreckender Klarheit, doch Hitler verbot jeden Rückzug. Am 24. März mittags stellte Mannstein sein Ultimatum. Die Antwort kam um 16 Uhr, eine widersprüchliche Order, die faktisch den Tod der Armee bedeutete. Am 25.
März fuhr Mannstein nach Lemberg zu Hitler. Was in diesem Raum geschah, ist nicht dokumentiert. Doch das Ergebnis war eindeutig. Am 30. März 1944 wurde Mannstein als Oberbefehlshaber der Heresgruppe Süd entlassen und in die Führerreserve versetzt. Als Trostpflaster erhielt er die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub, eine der höchsten militärischen Auszeichnungen.
Es war eine Entlassung in Ehren, die dennoch eine Demütigung blieb. Hitler versprach ihm neue Aufgaben, doch sie kamen nie. Mannstein wartete vergeblich auf den Posten als Oberbefehlshaber West oder als Generalstabschef des Heeres. Stattdessen verbrachte er den Rest des Krieges in der Bedeutungslosigkeit. Im August 1944 schrieb er verzweifelt ans Oberkommando und bat um das Kommando über einziges Bataillon.
Die Anfrage wurde auf Hitlers Befehl abgelehnt. Nach dem Krieg begann Mannsteins zweiter Fall. Von den Briten verhaftet stand er 1949 in Hamburg vor Gericht. 17 Anklagepunkte: Kriegsverbrechen, Mitwisserschaft am Holocaust, Misshandlung von Kriegsgefangenen. Am 19. Dezember wurde er in neun Punkten schuldig gesprochen und zu 18 Jahren Haft verurteilt.
Doch Mannstein hatte mächtige Fürsprecher. Winston Churchill unterstützte seine Verteidigung finanziell. Der britische Militärhistoriker Basel Littlehart setzte sich für ihn ein. Im Mai 1953 wurde er vorzeitig entlassen, offiziell wegen gesundheitlicher Probleme, tatsächlich aus politischem Kalkül des Binnenden kalten Krieges.
Bis 1960 beriet Mannstein als einziger ehemaliger Feldmarschall die Bundesregierung beim Aufbau der Bundeswehr. Seine Memoiren verlorene Siege wurden zum Bestzeller und zementierten den Mythos der sauberen Wehrmacht. Er starb am Juni 1973. Bei seiner Beerdigung sprach der Generalinspekteur der Bundeswehr die Abschiedsworte.
Das Treffen in Lemberg im März 1944 war mehr als nur das Ende einer Karriere. Es war das Symbol für die Tragödie eines Mannes, der brillant, aber blind war. Ein militärisches Genie im Dienst eines verbrecherischen Regimes, das er zu spät erkannte.
News
Die 5 brillantesten deutschen Generäle, von denen Sie nie gehört haben DD
Haben Sie sich jemals gefragt, welche brillanten Militärstrategen im Schatten der Geschichte verschwanden? Während Namen wie Rommel, Guderian oder Mannstein,…
Giotto Bizzarrini: Wie ein Ferrari-Rebell sein eigenes Superauto baute DD
Es gibt eine Nacht im Jahr 1961, die Geschichte des italienischen Automobilbaus für immer verändert hat. Keine Rennstrecke, kein Triumph,…
Bruce Lee Scherzte Mit Einem Marine Schlag Mich — Nicht Wissend Er War Boxing Champion; 4 Sekunden S DD
Camp Pendleton, Kalifornien. September 1967. Die Marinebasis lag unter brutaler Nachmittagssonne. Hitze strahlte von Beton, Staub in der Luft. Das…
ALICE WEIDEL ZERLEGT FRIEDRICH MERZ VOLLSTÄNDIG – LIVE IM TV VOR MILLIONEN ZUSCHAUERN ! DD
In einer Welt, in der Politik oft wie Chaos klingt, schnitt eine Stimme durch den Lärm, als Friedrich März versuchte,…
„Sie haben uns kaputtes Spielzeug hinterlassen“: Wie australische Wollsocken die Nazis vernichteten DD
Stellen Sie sich vor, Sie werden in einen Fleischwolf geworfen , völlig umzingelt von der tödlichsten Armee der Welt, nur…
Hitlers GEHEIMES URAN in der ANTARKTIS Was verbargen Deutschland und Japan in ihrem NUKLEAREN PAKT? DD
Mai 1941. Der Hilfskreuzer Atlantis steuerte auf den Kergölen Archipel in der subantarktischen Zone zu. Ein abgelegenes Gebiet, unbewohnt und…
End of content
No more pages to load






