Stell dir vor, du stehst auf einem Schlachtfeld in Schlesien. Es ist der 9. April, 1241. Vor dir erstreckt sich ein Heer, das noch keine einzige Schlacht verloren hat. Die Mongolen, die Horde, das Weltreich, das alles von China bis Polen zerschlagen hat. In den letzten zwei Jahren haben sie 300.
000 Menschen in Osteuropa getötet. Ganze Städte ausgelöscht. Ehre vernichtet. Kiev fliegt in Trümmern. Die ungarische Armee wurde bei Mohi vollständig vernichtet. 65 000 Ungarn starben an einem einzigen Tag und jetzt sind sie hier in Schlesien, 20 km von der Stadt Liegnitz entfernt. Du bist ein Ritter. Deine Rüstung wiegt 25 kg.
Dein Schwert ist schwer in deiner Hand. Neben dir stehen 69 weitere Ritter. Die Elitekrieger Europas, die besten der Besten. Und vor dir 10 000 mongolische Reiter. Schnell wie der Wind, tödlich wie Wölfe. Dies ist die Geschichte des 9. April. 1241, der Tag, an dem 70 Ritter gegen eine Übermacht ritten. Der Tag, der entschied, ob Europa fällt oder überlebt.
Um zu verstehen, was an diesem Tag geschah, müssen wir 3 Jahre zurückgehen. 1238. Jingis Kh ist seit 11 Jahren tot, doch sein Reich wächst weiter. Sein Enkel Batukan hat einen Befehl. Erobere den Westen. Erobere Europa. Die mongolische Armee ist anders als alles, was Europa je gesehen hat. Keine schweren Ritter, keine Bogen.
Stattdessen pure Geschwindigkeit. Jeder mongolische Krieger hat drei bis vier Pferde. Sie wechseln ständig. Sie können an einem Tag 100 km zurücklegen. Eine europäische Armee schafft 20. Ihre Bögen können auf 200 m durch eine Rüstung töten. Sie schießen vom Pferd im vollen Galopp, sogar rückwärts. Diese Technik nennt man den partischen Schuss.
Europa hat so etwas noch nie gesehen und ihre Taktik psychologische Kriegsführung. Sie schicken Kundschafter voraus, verbreiten Gerüchte, Geschichten von Städten, die Widerstand leisteten und vollständig ausgelöscht wurden, von Armeen, die bis auf den letzten Mann abgeschlachtet wurden. Wenn die Mongolen ankommen, sind die Städte bereits gelähmt vor Angst.
Die meisten ergeben sich kampflos. Die, die es nicht tun, werden ausgelöscht. Im Jahr 1233 überschreitet Batukan die Wolga. Sein Ziel: Europa. Zuerst kommt Russland. Die russischen Fürsten versuchen sich zu vereinen. Sie sammeln ein Heer von 80.000 Mann. Am Fluss Kalker treffen sie auf 20.000 Mongolen. Es wird ein Massaker.
Die Mongolen wenden ihre klassische Taktik an, den vorgetäuschten Rückzug. Sie tun so, als würden sie fliehen. Die Russen verfolgen sie zu weit, zu gierig. Dann wenden sich die Mongolen um. Frische Pferde, ausgeruht, die Russen, erschöpft, zerrissen. Die mongolische Kavallerie umzingelt sie, schneidet sie von allen Seiten nieder. 80.000 Russen sterben.
Die Mongolen verlieren weniger als 1000. Nach Russland kommt Polen. Im Jahr 1241 teilt Batukan sein Heer. Ein Teil zieht nach Süden Richtung Ungarn. Der andere unter General Kaidu reitet nach Westen, nach Polen, nach Deutschland. Der polnische König Boleslavzuhalten. Er sammelt ein Heer von 25 000 Mann. Ritter, Infanteristen, Armbrustschützen.
Am 18. März 1241 treffen sie bei Schmielnick auf die Mongolen. Die Schlacht dauert 4 Stunden. Es wird ein Disaster. Die Mongolen nutzen ihre Geschwindigkeit. Sie reiten Kreise um die polnischen Ritter und schießen sie mit Pfeilen nieder. Wenn die polnische Kavallerie angreift, ziehen sich die Mongolen zurück und locken sie in einen Hinterhalt. 25 000 Polen sterben.
Die Mongolen verlieren weniger als 500. Polen ist offen. Deutschland ist das nächste Ziel. Doch ein Mann weigert sich aufzugeben. Herzog Heinrich der Fromme von Schlesien. Heinrich weiß was kommt. Er hat die Geschichten gehört. Kiev, Russland, Ungarn. Er weiß, dass er die Mongolen allein nicht besiegen kann. Auch tut er etwas, das noch nie jemand getan hat. Er ruft um Hilfe an alle.
Er schickt Boten nach Böhmen zu den deutschen Ordensrittern, zu jedem Ritter, jedem Herzog, jedem Fürsten in der Region. Kommt, sagt er, wenn wir nicht zusammenstehen, fallen wir alle. Und sie kommen, nicht viele, aber sie kommen. Ritter aus Schlesien, Ritter aus Polen, Ritter aus Deutschland, 70 der Besten, die Elite, Männer, die in Turnieren gekämpft haben, Männer, die Schlachten überlebt haben, Männer, die wissen, dass sie in den Tod reiten.
Am 9. April 1241 versammeln sie sich bei Liegnitz. Heinrich hat insgesamt 20.000 Mann, 15000 Infanteristen, 3000 Armbrustschützen, 2000 Ritter und an der Spitze die 70, die Speerspitze. Ihnen gegenüber die mongolische Horde, 10000 Reiter. Angeführt von General Kaidu, ein Mann, der die halbe Welt erobert hat, der noch nie eine Schlacht verloren hat.
Der Morgen des 9. April ist neblig. Man kann kaum 50 m weit sehen. Heinrich weiß, dass er zahlenmäßig unterlegen ist. Er weiß, dass die Mongolen schneller sind. Beweglicher, tödlicher, aber er hat einen Vorteil. Seine Ritter. Die schwerste Kavallerie der Welt. 50 kg Rüstung. Lanzen 3 m lang.
Pferde, diefür nur eines trainiert sind, den Angriff. Wenn sie die Mongolen erreichen, wenn sie in den Nahkampf kommen, haben sie eine Chance. Heinrich gibt den Befehl. Die 70 Ritter reiten vor durch den Nebel auf den Feind zu. Sie wissen nicht, was sie erwartet, aber sie reiten trotzdem, weil sie Ritter sind, weil es ihre Pflicht ist, weil jemand es tun muss.
Der Nebel lichtet sich und da sind sie. 10 000 mongolische Reiter in perfekter Formation wie eine Wand aus Fleisch und Stahl. Die 70 zögern nicht. Sie senken ihre Lanzen, treiben ihre Pferde an und stürmen. Stell dir den Klang vor. 70 Schlachtrosse im vollen Galopp, das Donnern der Hufe, das Klirren der Rüstungen, die Kampfschreie von Männern, die wissen, dass sie in den Tod reiten.
Die Mongolen sehen sie kommen und sie tun, was sie immer tun. Sie ziehen sich zurück, aber nicht panisch, geordnet, kontrolliert. Sie schießen Pfeile rückwärts im Reiten, treffen die Ritter in den Lücken der Rüstung, unter den Armen, am Hals, am Visier. Zehn Ritter fallen. 20, 30. Doch der Rest reitet weiter, schneller, härter, näher und dann erreichen Sie sie.
Der Aufprall ist verheerend. 70 Ritter prallen auf die mongolische Linie. Lanzen zerbrechen, Schwerter schlagen, Pferde schreien. Es ist Chaos, reines, brutales Chaos. Aber die 70 sind darauf trainiert. Sie kämpfen wie Löwen. Jeder Ritter nimmt 5, sechs, sieben Mongolen mit sich. Sie sind in ihrem Element. Nahkampf: Stahl gegen Stahl.
Die Mongolen hatten das nicht erwartet. Sie dachten, die Ritter würden brechen, fliehen, aufgeben. Aber sie tun es nicht. Sie kämpfen weiter. Selbst als ihre Lanzen zerbrechen, selbst als ihre Pferde fallen, selbst als sie umzingelt sind. Heinrich sieht, wie seine Elite kämpft und er trifft eine Entscheidung. Er schickt den Rest der Kavallerie. 2000 Ritter.
Sie stürmen direkt in das Gemetzel. Die Mongolen werden zurückgedrängt. Zum ersten Mal seit Jahren weichen sie. Die Ritter gewinnen, doch dann tun die Mongolen etwas Unerwartetes. Sie setzen Rauchfrei, dichten schwarzen Rauch, der das gesamte Schlachtfeld bedeckt. Niemand kann etwas sehen. Und in diesem Rauch formieren sich die Mongolen neu.
Sie umzingeln die Ritter von allen Seiten und sie schießen. Pfeile regnen herab, tausende. Die Ritter können nicht sehen, woher sie kommen, können sich nicht verteidigen. Einer nach dem anderen fällt. Die Infanterie versucht zu helfen. Sie rücken vor, aber ohne die Ritter sind sie wehrlos. Die mongolische Kavallerie greift sie von den Seiten an, schneidet sie nieder.
Die Armbrustschützen schießen, aber die Mongolen sind zu schnell, zu beweglich. Die Schlacht wird zum Massaker. Heinrich kämpft mitten im Getümmel mit seinen 70 Eliterittern. Sie bilden einen Kreis Rücken an Rücken, verteidigen sich gegen den Ansturm. Aber es sind zu viele. Für jeden Mongolen, den sie töten, kommen zwei neue. Langsam schrumpft der Kreis.
66 Ritter 50 40 Heinrich wird verwundet. Ein Pfeil in der Schulter, ein weiterer im Oberschenkel. Doch er kämpft weiter, weil seine Männer weiterkämpfen, weil jemand die Linie halten muss. Und dann im Chaos bricht ein mongolischer Reiter durch, erreicht Heinrich, schneidet ihn nieder.
Der Herzog fällt, die 70 sehen es. Ihr Anführer ist tot. Aber sie fliehen nicht. Sie kämpfen weiter um ihren gefallenen Herzog. Sie schützen seinen Körper. Einer nach dem anderen Feld, bis nur noch zehn übrig sind. Dann fünf, dann einer. Der letzte Ritter steht allein, umgeben von 100 mongolischen Reitern. Seine Rüstung ist verbeult, sein Schwert zerbrochen.
Blut läuft aus dutzenden Wunden, doch er kniet nicht, er fleht nicht. Er hebt sein zerbrochenes Schwert und stürmt. Er kommt nicht weit, aber er stirbt stehend wie ein Ritter. Die Schlacht von Liegnitz ist vorbei. Von 20.000 Mann. Überleben weniger als 3000. Die 70 Eliteritter alle tot, jeder einzelne. Die Infanterie flieht.
Die Armbrustschützen werden niedergemacht. Die Mongolen triumphieren. Sie schneiden Heinrich den Kopf ab. Sie heuten sein Gesicht und präsentieren seinen Schädel den umliegenden Städten als Warnung. Europa scheint verloren. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes. Die Mongolen ziehen sich zurück. Warum? Es gibt mehrere Theorien.
Die wahrscheinlichste, sie hatten größere Verluste erlitten, als sie zugaben. Die 70 Ritter und ihre Gefährten hatten 3000 Mongolen getötet, vielleicht mehr. Das war nach mongolischen Maßstäben enorm. Und dann erreichte sie eine Nachricht. Der Großkann Ölgedai war in der Mongolei gestorben.
Alle Prinzen mussten zur Wahl des neuen Kns zurückkehren. Die Horde zog nach Osten. Sie kam nie zurück. Europa war gerettet. Nicht weil die Armee gewonnen hatte, sondern weil 70 Ritter so erbittert kämpften, dass sie den Mongolen zeigten. Europa wird teuer sein. Herzog Heinrich der Fromme wurde heilig gesprochen. Die 70 Ritter wurden zu Legenden.
In Breslau und Lignitz stehen noch heute Denkmähler für sie. Sie hatten nicht gesiegt, aber siehatten Europa Zeit gekauft. Zeit, damit die Mongolen umkehren. Zeit, damit Europa sich retten konnte. Die Schlacht von Lignitz war eine Niederlage, aber auch ein Sieg. Ein Beweis, dass europäische Ritter, wenn sie zusammenstanden, selbst die unbesiegbare Horde aufhalten konnten.
Die Mongolen hätten weiterziehen können nach Deutschland, Frankreich, Italien. Aber sie taten es nicht. Und vielleicht, nur vielleicht lag das an 70 Rittern, die an einem Frühlingstag im April 1241 zeigten. Europa kämpft bis zum letzten Mann.
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