Diese Runde ist so aufgeheizt, dass   sogar das Publikum sich die Feministin   krallt, um mir klar zu machen, dass sie   vieles nicht so ernst nehmen und das   Ganze nicht so aufbauschen soll. Birgit   Kelle war in diesem Moment die perfekte   Besetzung, genau gold richtig für ein   Thema, das vielen Männern zunehmend den   Raum nimmt und sie immer weiter in die   Enge treibt.

 

 Grüß dich an zweiter   Stelle, ich komme schon mal hier rüber.   Birge Kelle, sie sind Autorin und sie   halten dagegen gegen das, was auch   andere sagen, denn sie sagen, wir sind   auf dem Weg in eine männerfeindliche   Gesellschaft und zur aktuellen Debatte   habe ich ein Zitat gefunden. Es sind   Skandalisierungen eines großen Nichts.

 

  Schön, dass Sie da sind. Herzlich   willkommen, Sirke Burmeister,   Journalistin, Autorin. Sie sagen, ich   zitiere, Männer grabbeln, belästigen und   veren nach unten. Und dieser Missbrauch   von Macht ist ein fester Bestandteil   unserer patriarchalischen Kultur. Das   ist ein Statement. Dieses Risiko   eigenzugehen, belästigt zu werden,   Übergriffen ausgesetzt zu sein, das ist   so wie man als Mädchen eben immer mit   der, also ich wachs ja schon auf mit der   Möglichkeit verlichtigt zu werden und   kriege von meiner Mutter so Tipps, wie   ich das möglichst vermeideert. Sie   sagen, es ist ein skandalisiertes   Nichts. Was meinen Sie mit nichts?   Glauben Sie daran ist überhaupt nichts   dran? Nein, ich glaube nicht, dass   nichts dran ist. nur ich stelle fest,   dass bei all diesen Kampagnen, das ist   ja jetzt nicht die erste Kampagne zum   Thema Sismus, die wir hier in   Deutschland erleben, sondern wir haben   das ja, man hat inzwischen das Gefühl,   jedes Jahr gibt’s einen neuen Hashtag,   unter dem wir das Problem von vorne   diskutieren. Und was mich stört, ist,   dass im Endeffekt sich zu den wirklich   ernsten Fällen, die wir tatsächlich   diskutieren sollten, ein aufgeblasenes   Nichts dazu gesellt, weil jede Frau, die   irgendwie mal vom falschen Mann falsch

 

  angeguckt wurde, inzwischen sich als   Opfer generiert und damit im übrigen in   meinen Augen auch ihren   Geschlechtsgenossenen keinen gefallen   tut, weil sie auch noch Wasser auf die   Mühlen gibt. Gibt Wasser aufz Mühlen   denjenigen, die sagen, es gäbe gar kein   Problem. Das heißt, es wäre schon mal   schön, wenn wir alle mal ein bisschen   runterkämen, um mal zu schauen, was ist   wirklich sozusagen einfach nur   geschuldet den an der Annährerung   zwischen Mann und Frau.

 

 Und auch nicht   jede Annäherung eines Mannes ist ja   gleich böse gemeint. Das mich stört auch   dieses Unterstellen immer, dass ein Mann   immer irgendwie Böses will, sondern   manchmal stellt er sich vielleicht auch   nur dämlich an und äh manche die meisten   Männer können auch nicht hell sehen.   Also die Frage, ob er versucht sich mir   zu nähern, ist nicht immer eine Straftat   oder ist nicht immer böswillig.

 

 Aber es   ist nicht immer erwünscht. Aber ich kann   auch, ich kann einen Straftatbestand   nicht daran festmachen, nur an der   Befindlichkeit einer Frau. Das finde ich   ehrlich gesagt auch ein bisschen wenig,   weil   bestände. Aber was ich ganz interessant   finde, was Frau Kelle macht, ist sie   redet von dem von dem sozusagen von dem,   dass sie das nichts ausmacht und dem   gegenüber stellt sie den Straftatbestand   und sie sieht überhaupt nicht das Feld   ignorieren das Feld dazwischen sagen,   wenn ein Mann und der benimmt sich   törpelhaft, wenn ich in der Ausbildung   bin und me und ich sitze am Schreibtisch   und mein Chef kommt von hinten und beugt   sich über mich und drückt seinen   Oberkörper an mich ran, dann ist das   kein Straftatbestand in dem Sinne und   so, aber es ist auch nicht einer, der   sich nicht zu benehmen weiß. Aber das   sind genau die Fälle, wo ich sag, über   diese Probleme sollten wir vielleicht   mal reden. Die Frage, was wir dann   machen, aber es ist nicht hilfreich,   wenn wir wir müssen im Prinzip die   Straftatbestände auch aussortieren, weil   die sind eigentlich schon gelöst, die   gehören gar nicht mehr zum Sexismus,   weil die sind ja schon unter da wollen   wir doch drüber reden, das wollen wir   genau das wollen wir heute machen und

 

  klären und vielleicht auch ein paar   Grenzung hinbekommen. Da merkt man   sofort, Birgit Kelle ist ein ganz   anderes Kaliber. Während sie   differenziert, sauber argumentiert und   sachlich einordnet, schmeißt die   Feministin alles in einen Topf, ohne   Nuanc, ohne Abwegung. Ja, aber   komischerweise müssen immer die Frauen   dran glauben.

 

 Also in der Werbung ist ja   der nackte Frauenkörper offensichtlich   verkaufsfordernder als der nackte   Frauen, der nackte Männerkörper, auch   wenn die Reklame von Davidorf, wir haben   jetzt ein paar mal Davidorf gesagt, zieh   ich sofort zurück. Auch andere   Werbungen, die es gab. Es gab David   Beckham z.B. auch an David Becker mit   nacktem Oberkörper plakatiert.

 

 Ähm da   hat sich auch niemand beschwert in   Deutschland irgendwie, dass der Halfen   irgendwie gezeigt wird oder wenn ich mal   sagen oder die Coca-Cola Werbung, die   haben wir doch alle gerne geguckt mit   dem jungen Mann. Ja, wo ich sag,   die Werbebranche ist in meinen Augen   nicht dazu da, um uns zu erziehen,   sondern sie sie macht ja im Endeffekt   das wir haben das ja sagen, das kann   einem nun gefallen oder nicht, aber wir   alle reagieren doch drauf.

 

 Auch Frauen   reagieren darauf und durchaus nicht   immer nur negativ, sondern auch positiv.   Und ich finde es irgendwie schwierig   hier den Boomern sozusagen auf die   Werbung zu schieben. Und ich finde es   auch schwierig, dass wir inzwischen   quasi so Zensurstellen haben, die sagen,   oh, das ist Sexismus, das ist Sexismus   und so weiter, wo ich sag, nee, ob das   Sexismus ist, ist immer Ansichtssache   und es gibt eine Menge Leute, die sagen,   das ist es nicht.

 

 Äh und ich frage mich,   mit welchem Recht wer oder wer jetzt   sozusagen die neue Anstandsdame sein   wird. Irgendwie machen wir jetzt eine   neue Behörde, die jetzt von Burmeister,   wer welche Werbung noch hängen darf oder   von welcher wir uns belästigt führen.   Wer ist die Instanz? Also, ich glaube,   dass es ja genau darum gerade geht, das   wird ja gerade neu verhandelt.

 

 halt das   auch total für total wichtig und der   Punkt ist ja sagen äh Omerziung der oder   erziehen, das geht ja darum, also   Werbung prägt und Werbung prägt Kinder   und das prägt natürlich auch   Rollenverhalten und tatsächlich war es   Pings, die eine Kampagne gemacht haben,   die mir das den Unterschied noch mal so   deutlich gemacht haben und zwar die   haben eine Frau fotografiert im Bikini   und haben die in den Sessel gesetzt,   also eine also Bikinfrau im Sessel und   dann hatte der Sessel ein Preisschild.

 

  Sessel 250 €. Mhm. Und daneben war das   gleiche, also genau das gleiche Bild.   Daneben stand Bikini 28 €. Und das ist   der Unterschied. Also benutze ich die   Frau, um irgendetwas zu verkaufen oder   will ich etwas verkaufen, was mit der   Frau zu tun hat? Und ich finde, das ist   also das hat mir wahnsinnig geholfen,   auch so ein bisschen zu gucken, wo wo   verläuft die Grenze oder worüber reden   wir eigentlich? Na ja, Thema verfehlt.

 

  Werbung ist dazu da, zu polarisieren und   im Gedächtnis zu bleiben. Unternehmen   werden sich deshalb nicht von ein paar   Feministinnen diktieren lassen, ob sie   radikale Kampagnen stoppen sollen. Und   Birgit Kelle hat recht. Es beginnt   meiner Meinung nach zu Hause. Wenn   Kinder von klein auf lernen, dass diese   Werbung bewusst so gemacht wurde, um   viel Geld zu verdienen, entwickeln sie   ein ganz anderes Weltbild.

 

 Entscheidend   ist Selbstbewusstsein. Wenn Kinder und   Jugendliche von Anfang an gestärkt und   bewusst erzogen werden mit dem Mut auch   mal nein zu sagen, bringt uns das als   Gesellschaft enorm weiter. Ja, mein Name   ist Norbert Hochhaus, ich komme aus   Linnig und bin noch im Tourismus tätig   weltweit.   Ähm, die Diskussion, die sehe, ist sehr   viel ähm wird oder es wird sehr viel in   einer Kiste gepackt. So Kiste gepackt.

 

  So, man muss sie erstmal unterscheiden   zwischen der Realität, wie sie ist und   Strafsachen. Ja, äh ich selber, ich habe   ein T-Shirt, da steht vorne schön drauf,   ich bin ein Geschenk an die Frauen   dieser Welt. Punkt. Und das soll das   soll auch heißen, ich liebe Frauen. Es   gibt nämlich nur zwei Geschlechter auf   der Welt.

 

 Wie viel lieben Sie denn? Ach,   wissen Sie? Das kommt immer darauf an.   Das kommt darauf an, nicht wie Sie das   jetzt vielleicht zweideutig denken. Man   kann auch eine Frau lieben, indem dass   man sagt, dass man ihr ein Kompliment   macht. Das ist auch ein gewisses äh   entgegenkommen oder eine Frau die Tür   aufhalten.

 

 Das andere, was ich meinte,   das ist ähm wenn Sie äh die   Machtstellungen der Männer sehen in   Betrieben, in Großkonzernen und so   weiter, finde ich nicht in Ordnung. Dann   sollen die Frauen sich wehren.   Eben viel das Beispiel die diese äh   Deutschland und England. Ähm, da muss   ich direkt schon mal sagen, die   Engländer, das sind Kühgöp Deutsche   sagt.

 

 Äh, das lassen wir jetzt mal so   stehen. Das lassen sie so stehen. Ja,   ich würde es als Meinung, das ist meine   Meinung. So, die müssen auch mehr   lachen, aber die Deutschen müssten auch   anfangen mehr zu lachen. Dann würde es   wahrscheinlich nicht oft zu solchen   Dingen äh äh äh kommen. Darf ich das so   stehen lassen? Mit mit dieser   Meinungsäußerung, wenn man das Ganze auf   die leichte Schulter nehmen würde, wenn   man drüber lachen würde, würde man das   Ganze entschärfen.

 

 Glauben Sie, dass das   möglich ist, die Sie ja behaupten, Frau   Burmeester, das hat auch was mit   Machtgefälle und mit Hierarchie zu tun.   Also, ich glaube ehrlich gesagt, dass   die ein Großteil der Frauen, die da   betroffen sind, da nicht drüber lachen   können. Also, man ist einfach in einer,   was soll ich denn da lachen? Das ist   nicht witzig.

 

 Und was mir was mir   aufgefallen ist   und also auch eben diese Sache, das war   ganz interessant mit dem man muss nur   selbstbewusstsein, also schon mal bei   mir mangelt wirklich nicht als an   Selbstbewusstsein und als Kind war ich   glaube ich schon relativ tff und da wird   wieder so die Schuldfrage, die Schuld   wird wieder zu den Frauen geschoben, was   ich nicht gestatthaft finde.

 

 Das andere   ist, was ich das war am Anfang, das ist   diese Sache auch mit dem ja, die Männer   sind halt so wie, das ist immer so, also   das waren ja sie da hinten, die sie das   sagten mit dem Dre mit der 13-jährig und   so weiter, wo man einfach sagen muss,   Männer sind ja keine Naturgewalt. Also   das klingt immer als würden wir als   werden wir hier im Reich der wilden   Tiere.

 

 Nein, wir sind in einer   Zivilgesellschaft, wo wir gerade am   Verhandeln sind, wie wir miteinander   auskommen wollen. Und dass ich da noch   mal hin, das was Frauen erleben, das ist   nicht zum Lachen. Das können sie auch   nicht weglachen. Das ist auch nicht so   gemeint. Mm aber sie haben ja gesagt,   sie möchten gerne wegel das Ding ist,   sie wollen ja immer alles, sie wollen es   immer alles weg haben.

 

 Nein, nein, das   ist nicht wahr. Dann haben Sie das   falsch verstanden. Ich möchte nur sagen,   wenn wir hier so in der Diskussion sind,   sie sind z.B. eine hübsche Frau. Wenn   ich zu Ihnen sagen würde in der   Diskussion, sie sind eine hübsche Frau,   wäre ich dann sexistisch? Das wäre ja   schön, wenn die andere Frage, die   hinterher oder irgendwie so bei der   Werbung und so weiter, da muss man auch   unterscheiden.

 

 Äh die Mädchen oder die   Frauen, die da im Bild sind, z.B. im   Playboy, die suchen da ihrer Karriere.   Machen die das umsonst? Das sind ja ganz   das sind ja zwei unterschiedliche   Punkte. Ob ich mich als Frau gegen also   für den Playboy ausziehe und Model bin,   das ist ja was anderes. Oder ob ich   Prostit z.B.

 

 auch wenn ich wenn ich   Prostituierte bin und das ist selbst   gewählt, ist das was anderes als wenn   ich mich in in der Werbung in solchen   Motiven wiederfinde. Das ist ja was   anderes. Das vermittelt ja auch was   anderes. Das vermittelt and auch   freiwillig, die da in der W Deswegen   geht die Frage auch an den Playboy bzw.   an den Text von Playboy.

 

 Zur Wahrheit   gehört auch von welchen Männergruppen   sprechen wir hier eigentlich? Das wäre   wirklich interessant gewesen, gerade von   der Feministin. Welche Männergruppe   drängt sich denn heute 13-jährigen   jungen deutschen Mädchen auf? Denn eines   ist seit der Kölner Silvesternacht auf   der Domplatte nicht mehr zu leugnen.

 

 Es   hat sich vieles verändert und dass   gewisse Gruppen im öffentlichrechtlichen   Rundfunk nie bis selten namentlich   genannt werden, ist schlicht und einfach   bedauerlich.   Sie sagen auch, wir sind auf dem Weg in   eine männerfeindliche Gesellschaft. Ja,   das sieht offensichtlich anders. Nun,   ähm ich habe äh ich habe vor ein paar   Jahren das erste Mal im Zusammenhang mit   dieser Aufschreidebatte ähm einen großen   Artikel geschrieben und damals schrieben   mir enorm viele Männer auch ähm die äh   mir ihre Erlebnisse im Zusammenhang   mitus und auch ihre Hilflosigkeit   schrieben und wir haben immer beide   Seiten der Medaille. Wir haben   einerseits die übergriffigen Männer äh   wo das für Frauen ein Problem ist, aber   ganz konkret habe ich Unternehmer, die   mir geschrieben haben, die sagen, ich   mache gar keine Vorstellungsgespräche   mehr mit einer jungen Frau alleine,   sondern meine Sekretärin ist im Raum,   weil mit nichts mache ich mich mehr   angreifbar, als dass diese junge Frau   anschließend irgendwas erzählt. Sie sind   als Mann geliefert. Das heißt, wir haben

 

  äh und mir schrieben unterschiedlichste   Männer, unterschiedliche Alter. Wir   haben äh mir schrieben Leute auch   Weihnachtsfeier, klassisches Beispiel,   schrieb mir einer: “Was mache ich denn,   wenn meine eigene Praktikantin sich mich   ein sich einfach bei mir auf den Schozt   während der Weihnachtsfeier?” sagt er,   ich habe sie nicht dazu eingeladen, ich   will es eigentlich auch nicht, aber als   Mann wird von dir erwartet, dass du das   auch noch großartig findest.

 

 Ich habe   selbst Pfarrer, die mir geschrieben   haben, gesagt haben, es gibt einen   Fachbegriff für äh für Frauen, die um um   Pfarrer herumschwänzeln und man nennt   sie Kanzelschwalben. Ja, er sagt, der   sagt, die Frau hat mir fast meinen Job   gekostet. Wir haben auch wir haben es   erstes Mal auch andersrum und ich stelle   seit wir diese Debatte haben durchaus   eine sehr große Verunsicherung fest bei   Männern, weil sie sagen, wir haben   sozusagen jeder Annäherungsversuch wird   je nachdem welche Frau es betrifft   inzwischen nahe zu kriminalisiert und   die sagen, wir wissen nicht mehr, wie   wir damit umgehen sollen. Wir haben aus   den USA inzwischen Kurse, wie benehme   ich mich richtig, darf ich nicht mehr   auf zusteigen und so weiter. Und ich   finde, wo ich ihnen recht geben kann,   ist, dass wir einerseits unseren Mädchen   das Richtige beibringen müssen, nämlich   auch dreh dich um und geh und sag ihm,   dass er ein Schwein ist. Zweitens ist   das allerdings auch etwas, was wir als   Frauen in der Hand haben, nämlich die   Frage, wie unsere Söhne groß werden. Ich   bin Mutter nicht nur von Töchtern,   sondern auch von zwei Söhnen. Und wir   Frauen haben es eigentlich in der Hand,   wie die Männer von morgen sind. Und ich   finde, diese Chance sollten wir

 

  vielleicht als Frauen auch mal nutzen.   Und ich bringe meinen Jungs bei, dass   ihre Schwestern genauso viel wert sind   wie sie selbst. Das ist doch ganz   einfach. Vi, ich würde gerne we Birgit   Kelle hat recht und damit schließe ich   den Kreis zu dem was ich eingangs   bereits gesagt habe.

 

 Es fängt zu Hause   an. Jungen und Mädchen von klein auf   über dieses Thema aufklären. Ein Nein   bedeutet nein. Respekt Umgang   miteinander und den Mut haben auf   Fehlverhalten oder Missstände   hinzuweisen. Ähm, dann bekommen sie   Sprüche wie: “Oh, du siehst aber heute   sexy aus in deinem Kleid in einer   Öffentlichkeit, ja, im Medienbereich.

 

  Was soll das junge Mädchen in dem Moment   denn sagen? Also, es ist ja gar nicht   machbar und ich denke, da müssen wir   einfach noch mal mehr hinschauen, äh   dass wir eben die auch mehr schützen und   stärken und da auch mehr in den   Unternehmen ähm für mehr ähm Respekt   einfach sorgen.

 

 Nun haben wir eben das   Beispiel aus den Vereinigten Staaten   gehabt, dann würde ich gerne Bürgel   Kelle noch mal fragen, wie sehen Sie die   Zukunft, was ist sinnvoll am   Arbeitsplatz?   Ähm, ich weiß nicht, ob ich die Richtige   bin, um darauf zu antworten. Ich habe   meinen Chef geheiratet. Ähm   ähm ja, da könnte sagen, hat geklappt,   aber das ist ja wieder um   Frauenfeindlich. Ja.

 

 Ja. Nein, ich ich   finde ich finde es schwierig sozusagen   äh nach wie vor auch am Arbeitsplatz ähm   also diese z.B. diesen Kurs nach dem   Motto als Vorgesetzter nicht mehr in den   Aufzug steigen. Was sagt mir denn das?   Jeder jeder Mann wird hier quasi zum   potenziellener gemacht. Was ist denn das   für eine Aussage? Also als Mann würde   ich mich hier wehren.

 

 Und ich denke, was   wir auch nicht vergessen sollten in   dieser Debatte, dass Chefs nicht   zwingend immer nur die Übeltäter sind,   sondern ich habe ehrlich gesagt zweimal   in meinem Leben auch Situation erlebt,   wo genau die Chefs ähm also gerade auch   gerade auch im Gastronomiebereich, wo   wir eben als Kellnerin in der Tat   sozusagen an der Front sind immer, da   habe ich gerade die Kollegen haben uns   immer beschützt, unsere Chefs haben uns   immer beschützt.

 

 Ähm, es gibt auch die   guten Chefs und es gibt auch diejenigen,   die einschreiten. Letzte Woche erzählte   mir der Chef einer einer größeren   Agentur, der sagte, bei uns im Betrieb   ist es vorgekommen, eine Praktikantin   und die kam zu mir und war in Tränen   aufgelöst und sie wusste nicht, daz und   es war ein Partner, es war ein Partner,   der quasi versuchte, sie zum Essen   einzuladen und sie wusste nicht, wie sie   damit umgehen sollen, fühlte sich   bedrängt und dann kommt es eben drauf   an, wie reagieren andere Männer und da   stelle ich fest, wir haben gute   Verbündete auch unter den Männern.   Dieser Chef ist zu seinem Partner   gegangen, hat gesagt, hör zu, was   erlaubst du dir eigentlich als   verheirateter Mann hier eine   Praktikantin zu bedrängen und zum Essen   einzuladen. Lass die Finger von der. Ja,   und damit war das, wie soll ich sagen,   darauf müssen wir hinarbeiten. Wenn wir   aber als Frauen sozusagen ständig auch   nur rumlaufen und sagen, die Männer sind   alle Schweine, dann verlieren wir auch   Verbündete. Ähm, finden Sie, Frau Kelle,   die am Anfang gesagt haben, ja, das ist   eine sehr überspitzte Debatte weltweit,   das ist eigentlich übertrieben. Finden   Sie nicht doch sinnvoll, wenn man so   stark ins Gespräch miteinander kommt   über alle möglichen Grenzen des Berufes,

 

  der Herkunft etc. Ich find’s äh ich   find’s sinnvoll, wenn man es schafft,   eine gute Debatte zu führen, aber auch   heute, also ich sagen, was die   Schwierigkeit ist, ist, dass wir nach   wie vor zu viele Themen in einem Topf   haben, auch heute Abend, dass man im   Endeffekt, sagen wir mal, ähm die Themen   sortieren muss, dass man sagt, die   Dinge, die äh also auch der Beginn der   Debatte war ja Harry Weinstein, der ganz   klar Straftaten begangen hat, wo man   sagt, das sind eigentlich schon das   gehört schon gar nicht mehr zur   Sexismusdebatte. Das heißt, wir haben   sozusagen zu Beginn der Sendung,   Entschuldigen, das muss noch zufügen,   war aber auch beispielsweise Trump mit   seiner Äußerung. Wenn du mächtig bist,   kannst du jeder freien ein Schritt   greifen. Das ist keine Strafhandlung. He   mittlerweile schon. Nein, nein, aber   aber guter Aspekt, das ist traurige   Wahrheit und deswegen müssen wir   einfach, ich finde, wir müssen in dieser   Debatte auch viel mehr wirklich auch auf   die Frauen gucken, auf die Frage, wo ist   auch unsere Verantwortung und was lassen   wir alles mit uns geschehen? Ich bin   dankbar für diese äh den Einwurf gerade   über die Frage, dass wir uns selber   darüber klar werden müssen, wo unsere   Grenze ist. ähm und dass wir diese

 

  Stärke auch als Frauen ausbauen müssen,   aber wir müssen dann auch den Schritt   nach außen wagen und den können wir nur   können wir nur tun, wenn wir unsere   Eigenverantwortung nehmen. Zu jedem   Trump gehört eben auch die Frau, die das   mit sich machen lässt. Das ist traurig   doch.

 

 Der amerikanische Präsident greift   in den Schritt und sie haben Nein, ich   glaube bei mir würde es nicht wagen,   aber die ich glaube Oh, was Birgit Kelle   abschließend deutlich macht. Ja, es gibt   diese Frauen, die sich ganz bewusst   Männer mit Geld und Status angeln, um   entweder selbst berühmt zu werden oder   finanziell zu profitieren.

 

 Und ja, es   ist ihre freie und freiwillige   Entscheidung. Und dann gibt es Frauen   wie Frau Kelle, die damit nichts zu tun   haben wollen, die klare Grenzen setzen,   ihren eigenen Wert kennen und sich auf   ein solches Niveau erst gar nicht   herablassen. M.