Es gibt Momente im deutschen Fernsehen, die man so schnell nicht vergisst. Meistens sind es spektakuläre Gewinne, tragische Abstürze auf 500 Euro oder emotionale Lebensgeschichten. Doch am vierten Tag der großen “3-Millionen-Euro-Woche” bei “Wer wird Millionär?” war es etwas viel Banaleres, das für das absolute Highlight des Abends sorgte: eine Gartenhecke. Was sich am Donnerstagabend zwischen dem Moderator Günther Jauch und dem Kandidaten Johannes Vorspohl abspielte, war nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch eine seltene Lehrstunde für den sonst so souveränen “Oberlehrer” der Nation.
Ein Abend voller Spannung – und Botanik
Die “3-Millionen-Euro-Woche” ist bekanntlich das Hochamt für alle WWM-Fans. Die Einsätze sind höher, die Nervosität greifbarer, und die Kandidaten kämpfen nicht nur um Geld, sondern um den Einzug in das große Finale am Freitag. An diesem besonderen Abend stand das “Lehrer-Special” auf dem Programm. Pädagogen gelten gemeinhin als schwierige Klientel für Quizmaster: Sie sind oft besserwisserisch, detailverliebt und lassen sich ungern korrigieren. Genau diese Mischung traf auf einen bestens aufgelegten, aber vielleicht etwas zu selbstsicheren Günther Jauch.
Der 69-jährige Moderator, der die Sendung seit über zwei Jahrzehnten prägt wie kein anderer, ist bekannt für seine spöttischen Bemerkungen und sein Vergnügen daran, Kandidaten aufs Glatteis zu führen. Doch an Johannes Vorspohl, einem 44-jährigen Deutsch- und Geschichtslehrer an einer Gesamtschule in Herbern (Münsterland), sollte er sich die Zähne ausbeißen.

Der Auslöser: Ein unscheinbarer Smalltalk
Alles begann harmlos. Zwischen zwei Quizfragen plauderten Jauch und Vorspohl über Privates. Der Lehrer erzählte beiläufig von seinem Zuhause und erwähnte, dass er dort eine “Rotbuchenhecke” habe. Ein Detail, das die meisten Moderatoren wohl einfach überhört oder nickend zur Kenntnis genommen hätten. Nicht so Günther Jauch. Der Mann, der dafür bekannt ist, unnützes Wissen aufzusaugen wie ein Schwamm, witterte einen Fehler.
Mit dem Brustton der Überzeugung grätschte Jauch dazwischen: “Sie haben wahrscheinlich keine Rotbuchenhecke, sie haben eine Hainbuchenhecke.”
Für den Zuschauer vor dem Fernseher wirkte dieser Einwurf zunächst wie einer von Jauchs typischen psychologischen Tricks. Wollte er den Kandidaten verunsichern? Wollte er testen, wie standfest der Lehrer ist? Doch schnell wurde klar: Jauch meinte es todernst. Er glaubte wirklich, es besser zu wissen als der Mann, der diese Hecke jeden Tag in seinem eigenen Garten sieht.
Das Loriot-Duell: “Nein!” – “Doch!”
Was folgte, hatte die Qualität eines klassischen Sketches von Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot. Vorspohl, ganz Pädagoge, ließ sich nicht beirren. Er widersprach dem Moderator höflich, aber bestimmt: “Nein, ich habe eine Rotbuchenhecke, weil die ihre Blätter im Winter behält und die Hainbuchenhecke verliert sie.”
Das war das Argument. Sachlich, botanisch begründet. Doch Jauch ließ das nicht gelten. Er schüttelte den Kopf, sein Gesichtsausdruck schwankte zwischen Mitleid für den “irrenden” Kandidaten und der Arroganz des Allwissenden. “Nein!”, beharrte Jauch. “Doch!”, entgegnete Vorspohl. “Nein!” “Doch!”
Es war ein Schlagabtausch, der das Publikum im Studio hörbar amüsierte. Jauch steigerte sich regelrecht in die Situation hinein. “Ich wette, es ist eine Hainbuchenhecke!”, rief er aus und warf sogar in den Raum, man könne ja einen Telefonjoker außerhalb der Reihe anrufen, nur um diese botanische Streitfrage endgültig zu klären.
Die Absurdität der Situation war greifbar. Hier ging es um den Einzug in ein Finale, in dem drei Millionen Euro winken, und die beiden Protagonisten stritten sich wie zwei Nachbarn am Gartenzaun über Laubabwurf. Vorspohl bewies in diesem Moment Nerven aus Stahl. Er fragte trocken: “Und was, wenn ich recht habe?” Jauch, siegesgewiss wie selten, antwortete generös: “Dann sind Sie erst mal der moralische Sieger, das ist ja schon mal viel wert.”

Die botanische Wahrheit: Warum der Lehrer recht hatte
Um die Peinlichkeit für Günther Jauch vollständig zu verstehen, lohnt sich ein kurzer Ausflug in die Pflanzenkunde – ein Exkurs, den Jauch an diesem Abend vielleicht besser vorher gemacht hätte.
Tatsächlich sehen sich Rotbuchen (Fagus sylvatica) und Hainbuchen (Carpinus betulus) für den Laien zum Verwechseln ähnlich. Beide werden gerne als Heckenpflanzen genutzt, da sie schnittverträglich und robust sind. Doch es gibt entscheidende Unterschiede, und genau hier lag der Hund begraben.
Die Rotbuche ist botanisch gesehen eine “echte” Buche (Buchengewächse). Ihre Besonderheit ist, dass sie im Herbst zwar ihre Blätter braun färbt, diese aber nicht abwirft. Das vertrocknete Laub bleibt den ganzen Winter über an den Zweigen hängen und bietet so auch in der kalten Jahreszeit einen hervorragenden Sichtschutz. Erst im Frühjahr, wenn die neuen Knospen treiben, wird das alte Laub abgestoßen.
Die Hainbuche hingegen gehört, anders als der Name vermuten lässt, zu den Birkengewächsen. Ihre Blätter färben sich im Herbst gelb bis braun, werden dann aber oft beim ersten stärkeren Frost oder Wind abgeworfen. Zwar bleiben auch hier manchmal einige Blätter hängen, aber die Hecke wird im Winter deutlich lichter und kahler als eine Rotbuchenhecke.
Johannes Vorspohl hatte also mit seinem Argument – “weil die ihre Blätter im Winter behält” – vollkommen recht. Es ist das sicherste Unterscheidungsmerkmal im Winter. Jauchs Annahme war ein klassischer Fall von gefährlichem Halbwissen.
Die Auflösung: Jauchs Gang nach Canossa
Während das Quiz weiterging und Vorspohl sich souverän durch die Fragen spielte, arbeitete die Redaktion im Hintergrund auf Hochtouren. Man kann sich bildlich vorstellen, wie im Regieraum wild gegoogelt und Gärtner-Websites konsultiert wurden.
Am Ende des Auftritts von Johannes Vorspohl kam dann die Nachricht, die Jauchs Ego einen kleinen Dämpfer versetzte. Die Regie bestätigte offiziell: Vorspohls Hecke ist eine Rotbuchenhecke. Seine Begründung war korrekt.
Der Moment der Wahrheit war für das Publikum ein Fest. Jauch, der Mann, der selten um eine Antwort verlegen ist, musste kapitulieren. Er lachte, vielleicht ein wenig gequält, aber dennoch sportlich. Er wandte sich an seinen Kandidaten: “Geben Sie zu: Dieser Sieg ist Ihnen wichtiger als die verschissenen 32.000 Euro!”
Vospohl, sichtlich zufrieden, bestätigte das grinsend: “Ja!”
Für Jauch war die Sache damit erledigt, aber er zog eine Lehre für die Zukunft daraus. Mit einem Augenzwinkern verkündete er live im Fernsehen: “Ich streite mich nie mehr um solchen Mumpitz!” Ein Satz, der wohl in die Annalen der WWM-Zitate eingehen dürfte. Es zeigte einmal mehr die Größe des Moderators: Er teilt gerne aus, kann aber auch einstecken, wenn er widerlegt wird.

Der Spielverlauf: Triumph auf ganzer Linie
Abseits des botanischen Scharmützels lieferte Johannes Vorspohl eine beeindruckende Leistung ab. Er ließ sich durch den “Psychokrieg” um seine Hecke nicht aus dem Konzept bringen. Mit Wissen und kühlem Kopf erspielte er sich stolze 32.000 Euro. Damit sicherte er sich nicht nur ein ordentliches Preisgeld, sondern auch eines der begehrten Tickets für das große Finale der “3-Millionen-Euro-Woche”. Am heutigen Freitagabend hat er somit die Chance, den ganz großen Jackpot zu knacken. Man darf gespannt sein, ob Jauch ihn dann noch einmal auf Pflanzen anspricht.
Licht und Schatten: Die anderen Kandidaten
Doch der Abend bestand nicht nur aus Hecken und Happy Ends. Wie so oft bei “Wer wird Millionär?” lagen Freud und Leid nah beieinander.
Ein Drama spielte sich bei der Kandidatin Anna-Lena Spanier ab. Die Lehrerin startete vielversprechend, doch bei der 8.000-Euro-Frage verließ sie das Glück – und ihr Telefonjoker. Sie vertraute blind auf die Antwort ihres Helfers, ohne selbstkritisch zu hinterfragen. Das erwies sich als fataler Fehler. Die Antwort war falsch, und Spanier stürzte gnadenlos auf 500 Euro ab. Ein bitterer Moment, der wieder einmal zeigte, dass auch der beste Joker keine Garantie ist.
Besser lief es für Jan Patrick Meister aus Kassel, der ebenfalls 32.000 Euro mit nach Hause nahm und sich über den Einzug ins Finale freuen durfte. Auch Kilian Sasse und Zak Hami schlugen sich wacker und sicherten sich jeweils 16.000 Euro sowie ihren Platz in der Endrunde.
Fazit: Warum wir diese Show lieben
Die Sendung vom Donnerstagabend hat erneut bewiesen, warum “Wer wird Millionär?” auch nach so vielen Jahren noch immer ein Quotenhit ist. Es sind nicht nur die Fragen, es ist das “Menschelnde”. Wenn ein allwissender Moderator plötzlich menschliche Schwächen zeigt, wenn ein Lehrer aus der Provinz dem Medienprofi Paroli bietet und wenn über so etwas Alltägliches wie eine Gartenhecke so leidenschaftlich gestritten wird, dann ist das Fernsehen in seiner besten Form.
Günther Jauch mag die Wette um die Hecke verloren haben, aber er hat einmal mehr die Herzen der Zuschauer gewonnen – durch Humor, Spontaneität und die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen. Und Johannes Vorspohl? Der hat jetzt nicht nur 32.000 Euro mehr auf dem Konto, sondern auch eine Geschichte, die er seinen Enkeln (und Schülern) noch oft erzählen wird: Der Tag, an dem er Günther Jauch den Unterschied zwischen Rotbuche und Hainbuche erklärte.
Wir sind gespannt auf das Finale am Freitag. Vielleicht bereitet sich Günther Jauch ja diesmal mit einem Bestimmungsbuch für heimische Gehölze vor. Man kann nie wissen.
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