Was wurde eigentlich aus Ricky Shane?   Einst stürmte er die Hitparaden und ließ   die Teenagerherzen höher schlagen, doch   sein Ende geriet zum Rätsel. In diesem   Video blicken wir zurück auf das bewegte   Leben des Schlageridols Ricky Shane und   lüften die Geheimnisse um seinen   mysteriösen Abschied.

 

 Vom kometenhaften   Aufstieg in den 60er und 70er Jahren.   Über wilde Exzesse und bittere Abstürze   bis hin zu seinem stillen Verschwinden   aus der Öffentlichkeit. Das Leben von   Ricky Shane liest sich wie ein   spannender Roman voller Glammer, Drama   und Tragik. Bleibt dran, wenn ihr   erfahren wollt, warum der May Blue   Sänger jahrelang von der Bildfläche   verschwand und weshalb sein Tod   monatelang geheim gehalten wurde.

 

  Gänsehaut garantiert. Ricky Shane wurde   1944   als George Albert Tabet in Cairo geboren   mit libanesischem Vater und   französischer Mutter. Er wuchs im   Libanon auf und zog als Teenager mit   seiner Mutter nach Paris, um Musik zu   studieren. Bald verschlug es ihn nach   Italien und dort zündete der Startschuss   seiner Karriere.

 

 1965   landete er mit Uno de Motz, seinen   ersten Top 10 Hit und wurde prompt mit   einer goldenen Schallplatte   ausgezeichnet. Durch einen   deutsch-italienischen Musikfilm kam   Ricky 1966   erstmals nach Deutschland und nahm hier   seine erste deutschsprachige Single Ich   sprenge alle Ketten auf. Der Song schlug   ein wie eine Bombe.

 

 Mit seinem   explosiven Beat und Ricky Shanes rauem   Charisma katapultierte er sich direkt in   die Charts. Ein neuer Star war geboren.   Die Mädchen lagen ihm zu Füßen. Ricky   Shanes markantes Äußeres, die wilde   Mähne, der rebellische Blick, machte ihn   zum Teenywarm Nummer 1 im   deutschsprachigen Raum.   Jugendzeitschriften wie Bravo rissen   sich um den schillernden Newcammer.

 

  Tausende Fans sammelten begeistert seine   Poster und klebten sie sich übers Bett.   Die Bravo widmete Ricky sogar zwei   Starschnitte. Eine Ehre, die nur den   heißesten Idolen zu Teil wurde.   Spätestens mit seinem Hit Mamy Blue. Im   Jahr 1971   kannte jeder seinen Namen. Ricky belegte   mit dem gefühlvollen Song Platz 1 der   ZDF Hitparade und ganz Deutschland   summte den Ohrwurm mit.

 

 Aus dem   talentierten Jungen von Einst war ein   gefeierter Schlagerstar geworden, der in   Funk und Fernsehen Dauergast war. Der   Erfolg öffnete Ricky alle Türen und   stieg ihm durchaus zu Kopf. In den   1960ern   lebte er auf großem Fuße. Damals war ich   Millionär, fuhr Luxusautos, trug teuren   Schmuck, erinnerte er sich später.

 

 Geld   schien kein Limit zu kennen. Parys und   Blitzlichtgewitter gehörten zum Alltag.   Als Frauenumschwärmter Star gönnte Ricky   Shane sich das Beste vom Besten. Er   konnte sich sogar leisten, immer frei   herauszusagen, was er dachte. Die   meisten Menschen können nicht damit   umgehen, aber letztendlich ist mir das   scheißegal.

 

 Ich sage trotzdem, was ich   denke, erklärte er einmal unverblüht.   Dieses unangepasste direkte Auftreten   machte ihn einerseits noch   interessanter, brachte ihm andererseits   auch den Ruf eines Enf terribel ein.   Doch Ricky genoss das Bad in der Menge   und die Freiheiten, die sein Ruhm ihm   gab. Selbstverständlich brachte dieser   glanzvolle Lebensstil auch seine   Schattenseiten mit sich.

 

  Betäubungsmittel und Maßlosigkeit   gehörten zu Ricky Shanes Alltag. Er   verheimlichte dies später nie. Ich   konsumierte sämtliche verfügbaren   Substanzen. Kokain, Cannabis, LSD, sogar   Heroin. Injizierte ich mir zweimal,   bekannte er freimütig. Längst war er zur   festen Größe in den Boulevardmedien   geworden.

 

 Nicht nur aufgrund seiner   Musik, sondern auch wegen seiner   hemmungslosen Lebensweise. Ricky feierte   zügellos, existierte im Überholspurmodus   und verbrauchte seine Energie von allen   Seiten. Die Bühne bedeutete ihm alles.   Doch im Verborgenen bahnten sich   Schwierigkeiten an. Während Ricky das   Dasein eines Rockstars pflegte,   entwickelte sich die Schlagerszene ohne   ihn weiter.

 

 Frische Talente etablierten   sich und die Vorlieben der Zuhörer   veränderten sich. Mitte der 70er Jahre   erkannte Ricky Shane zum ersten Mal, wie   instabil die Position eines Superstars   sein konnte. Seine künstlerische   Laufbahn stagnierte. Nach 1972   blieben große Erfolge aus und die   Aufmerksamkeit für ihn schwand. Ricky   empfand das Schlagerklichee als   Beschränkung und strebte nach   musikalischer Neuorientierung.

 

  Dies erwies sich jedoch als   problematisch.   Das Bild, das man einmal in Deutschland   erhält, verfolgt einen Lebenslang. “Man   verstirbt mit diesem verfluchten   Klischee”, äußerte er verbittert.   Spontan wandte sich Ricky von   Deutschland ab. 1975   verließ er das Land Richtung USA mit dem   Ziel, sich dort zu transformieren.

 

 Doch   der ersehnte amerikanische Erfolg   materialisierte sich nicht. Ricky Shane   vermochte nicht, an seine vergangenen   Triumphe anzuschließen. Zu sehr prägte   ihn das alte Etikett. Desillusioniert   und um zahlreiche Träume beraubt, kehrte   er Jahre darauf nach Europa zurück. In   den nachfolgenden Dekaden verschwand   Ricky Shane aus der öffentlichen   Wahrnehmung.

 

  Er erschien lediglich sporadisch in   Retrospektivsendungen,   wenn Nostalgieformate   an die Schlagerstars vergangener Tage   erinnerten. Ansonsten gestaltete er sein   Dasein abseits des Scheinwerferlichts   mit überraschend alltäglichen Episoden.   Ricky probierte sich in   unterschiedlichen Tätigkeiten und   Vorhaben aus.

 

 Beispielsweise kreierte er   Bekleidung und führte in Düsseldorf ein   eigenes Modegeschäft. Sogar einen   Zeitungskiosk in Düsseldorflingern   betreute er zeitweilig eigenständig, wo   Anhänger den ehemaligen Star plötzlich   hinter dem Verkaufstresen antreffen   konnten. Mancher staunte ungläubig. War   dies tatsächlich derselbe Ricky Shane,   der früher Luxusautos besaß? Ja, und   Ricky begegnete dem mit Gelassenheit.

 

 Er   zeichnete und malte hobbymäßig,   organisierte Ausstellungen und gab   kleine Gespräche, in denen sein   ironischer Humor sichtbar wurde. Doch   das Schicksal behandelte den früheren   Schlagerstar finanziell hart. Von seinem   einstigen Wohlstand verblieb nichts. Ich   glaubte, die Einnahmen würden stets   weiterfließen.

 

 Heute bin ich mittellos   und erhalte lediglich 151 € Rente.   Bekannte Ricky im Jahr 2021 offen. Er   wohnte zu diesem Zeitpunkt ohne eigene   Unterkunft und kehrte aus Schottland   nach Berlin zurück zu einer neuen   Partnerin, die ihm Stabilität bot. Trotz   aller Enttäuschungen bedauerte er   erstaunlich wenig. “Nein, ich bin   zufrieden und außerdem einfach sehr   träge.

 

 Das entspricht meinem Wesen”,   äußerte er schmunzelnd. Ricky Shane   hatte sich daran gewöhnt, mit geringen   Mitteln auszukommen. Zentral war für ihn   insbesondere seine Unabhängigkeit und   diese bewahrte er sich bis zuletzt. In   den vergangenen Jahren entschwand Ricky   Shane gänzlich der Öffentlichkeit.   Seinen wahrscheinlich letzten   bedeutsamen TV Auftritt absolvierte er   2019 bzw.

 2021 in der Jubiläumsshow 50   Jahre ZDF Hitpade, wo er erneut seinen   Klassiker May Blue da bot. Dieses   nostalgische Comeback bewegte viele   Anhänger, doch anschließend kehrte   Stille ein. Ricky, mittlerweile über 75   miet die Öffentlichkeit größtenteils.   Auftritte fanden nicht mehr statt,   Gespräche wurden rah. Der frühere   Energiebündel war ruhiger geworden.

 

 In   Berlin existierte er zurückgezogen mit   seiner Partnerin Martina Wena. Nur   wenige ahnten, dass Ricky Shane   inzwischen gesundheitlich schwer   beeinträchtigt war. Im November 2024   dann das Lebensende. Doch niemand erfuhr   davon. Ricky Shane verstarb am 8.   November 2024 in Berlin im Alter von 80   Jahren nach langer schwerer Erkrankung.

 

  Aber diese Information gelangte nicht in   die Öffentlichkeit. Sein Ableben blieb   monatelang verborgen. Ausschließlich   sein nächstes Umfeld war informiert.   Ricky hatte es selbst so angeordnet. Er   wünschte keinen Medienwirbel, keine   öffentliche Trauer. Ricky ist zu Hause   friedlich entschlafen, berichtete seine   Lebensgefährtin erst viel später der   Bild.

 

 Sein letzter Wunsch war   ungewöhnlich. Er meinte, wenn er nicht   mehr existiere, slech sagen, er befinde   sich im Urlaub in Kanada. Tatsächlich   erzählte Martina Wena monatelang   Freunden und Bekannten genau das. Ricky   sei unterwegs, nicht erreichbar, aber am   Leben. Über seine Krankheit habe er nie   gesprochen, nicht einmal im engsten   Kreis.

 

 Offenbar wollte Ricky Shane in   Erinnerung bleiben als der strahlende   Entertainer, nicht als schwacher kranker   Mensch. Er hatte sogar zu Lebzeiten   bereits seine letzte Ruhestte selbst   bestimmt, einen stillen Friedhof am   Stadtrand Berlins. Erst im Juni 2025, 7   Monate nach seinem Ableen, wurde das   Schweigen durchbrochen.

 

 Martina Wena   machte Rickys Tot nun doch bekannt und   erklärte, warum alles im Verborgenen   blieb. Die Nachricht überraschte viele   Fans völlig. Seine Musik war öffentlich,   sein Abschieden, privat. Ricky Shane   hatte sich leise von dieser Welt   verabschiedet wie ein Zauberer, der in   einer Nebelwolke verschwindet, ohne dass   jemand Beifall klatschen kann.

 

 Als   schließlich bekannt wurde, dass Ricky   Shane bereits seit Monaten verstorben   war, erschütterte dies die Schlagerwelt.   Viele konnten es kaum glauben. In   Fanforen und auf sozialen Medien häuften   sich Trauerbekundungen und Erinnerungen   an das Idol ihrer Jugend.   Ruhe in Frieden, Ricky, du bleibst   unvergessen”, schrieben zahlreiche Fans   voller Trauer.

 

 Auch in den Medien wurde   Ricky Shane mit herzlichen Worten   geehrt. Man erinnerte sich an den   attraktiven jungen Mann, der in den 60er   und 70er Jahren mit Hingabe und dunkler   Samtstimme die Charts eroberte.   Kollegen aus der Musikbranche zeigten   sich bewegt, obwohl viele ihn aus den   Augen verloren hatten. Ricky Shanes   stiller Tod regte Diskussionen an.

 

 Warum   wollte er nicht, dass wir es erfahren?   War es stolz, Furcht oder schlicht der   Wunsch als Ewig lebender in Erinnerung   zu bleiben? Sicher ist, Ricky Shane ging   seinen eigenen Weg bis zum Ende. Mit   seinem überraschenden Abschied   hinterlässt Ricky Shane eine Mischung   aus Melancholie und Bewunderung.

 Seine   Hits wie May Blue bestehen fort und   erklingen noch heute in Radios und auf   Oldi Partys, sodass neue Generationen   seinen Namen kennenlernen. Seine   Geschichte vom internationalen Tini Idol   zum zurückgezogenen Außenseiter berührt   und mahnt zugleich, wie vergänglich   Berühmtheit sein kann.   Doch trotz aller Höhen und Tiefen bleibt   sein Erbe bestehen.

 

 Ricky Shane mag   gegangen sein, aber in den Herzen seiner   Fans lebt er weiter. Sein   charismatisches Lächeln, seine   energiegeladenen Auftritte und sogar   seine Eigenarten. All das macht ihn   unvergesslich. Ein letztes leises Lebe   wohl an Ricky Shane, den gefallenen   Star, der im geheimen Abschied nahm. Die   Legende lebt in seinen Liedern fort und   erinnert uns daran, dass echte Stars   niemals ganz verschwinden.