Ja, weil es gab nur gelbe Rosen und wenn   dann schieße ich nur auf rote Rosen.   Nach dem Tod seiner Frau Rosi   Mittermeier, einer der größten   Sportlegenden Deutschlands, verschwand   Christian Neureuter fast zwei Jahre lang   vollständig aus der Öffentlichkeit. Kein   Interview, keine Erklärung, kein   einziger Auftritt, nur Schweigen.

 

 Ein   Schweigen, das schwerer wog als jedes   Wort. Nun, mit gebrochener, aber   wiederuchender Stimme bricht er dieses   Schweigen und gesteht etwas, womit   niemand gerechnet hatte. Er spricht über   seine tiefste Trauer, über das verlorene   Zuhause, über Nächte voller Stille und   über eine Liebe, die ihn inmitten des   Schmerzes wieder atmen ließ.

 

 Warum tut   er das gerade jetzt? Und wie kann ein   Mann, der den größten Verlust seines   Lebens erlebt hat, erneut von Liebe   sprechen? Die Antwort darauf ist   bewegend, zarter und hoffnungsvoller,   als es irgendjemand erwartet hätte, um   zu verstehen, warum Christian Neureuter   heute zwei Jahre nach dem Tod seiner   Frau Rosi Mittermeier nicht nur sein   Schweigen bricht, sondern auch eine neue   Liebe gesteht, muss man viel weiter   zurückgehen als zu jenem dunklen Tag im   Januar 2020.

 

 Man muss in jene stillen   Räume blicken, die niemand je betreten   durfte, in die Schatten einer Ehe, die   nach außen unerschütterlich wirkte, nach   innen jedoch mit jeder Herausforderung   ein wenig brüchiger wurde. Nicht weil   die Liebe fehlte, sondern weil das Leben   stärker war als beide. Rosi und   Christian galten jahrzehntelang als das   Traumpaar des deutschen Sports.

 

 Zwei   Legenden, zwei Weltmeister der Herzen,   zwei Menschen, die miteinander durchs   Feuer gingen, ohne sich je öffentlich zu   beklagen. Doch hinter der markellosen   Fassade gab es Momente, die nur wenige   kannten. Momente, in denen Christian das   Gefühl hatte, dass Rosi zu sehr Licht   für alle anderen war und zu wenig für   sich selbst.

 

  Momente, in denen er selbst sich fragte,   ob er ihr überhaupt gerecht werden   konnte. nicht als Ehemann eines Stars,   sondern als Mann einer Frau, die   eigentlich nie eine Bühne wollte, aber   doch auf ihr eine gestellt wurde. Als   Rosi 2021 schwer erkrankte, begann eine   Zeit, die Christian rückblickend als die   härteste und gleichzeitig zärtlichste   Phase seines Lebens beschreibt.

 

 Er war   Tag und Nacht an ihrer Seite. Er wachte,   wenn sie schlief. Er hörte jede unruhige   Bewegung. Er versuchte die Angst aus   ihrem Blick zu wischen, auch wenn seine   eigene Angst ihn innerlich zerfraß. Doch   er wusste, dass er stark sein musste für   sie, für die Familie, für die Welt, die   Rosie als unbezwingbar kannte.

 

 Doch   niemand ist unbezwingbar. In den letzten   Monaten ihres Lebens wurde Rosie   schwächer. Der einst kraftvolle Körper   einer Olympiasiegerin löste sich in ein   fragiles Gerüst aus Erinnerung und Liebe   auf. Christian versuchte verzweifelt in   dieser Zerbrechlichkeit Heldentum zu   finden, aber er fand nur Hilflosigkeit.

 

  Es war der erste Bruch in seinem eigenen   Selbstbild, dass er nicht mehr   beschützen konnte, was er am meisten   liebte. Als Rosie starb, verlor er nicht   nur seine Frau, er verlor seinen   Mittelpunkt, seine Gewohnheiten, seine   Sprache. Der Mann, der so viele Jahre   souverän Interviews geführt hatte,   wusste plötzlich nicht mehr, wie man   spricht.

 

 Worte wurden zu Steinen,   Gedanken zu Nebel, die Tage zu   ununterscheidbaren Schleifen aus Lehre.   Zwei Jahre lang verschwand Christian   vollständig. Nicht aus Trotz, nicht aus   Egoismus, sondern aus purer   Überforderung. Die Welt verlangte nach   einer Erklärung. Doch wie erklärt man   ein zerbrochenes Herz? Wie erklärt man   den Schmerz, der so tief sitzt, dass   selbst Atmen an manchen Tagen eine   Überwindung ist? In seinem Haus in   Garmisch Partenkirchen entfernte er kein   einziges Foto von Rosi, nicht eines.

 

 Das   Wohnzimmer blieb unangetastet, ihr Platz   am Tisch blieb gedeckt. Niemand durfte   ihn verrücken. Und wenn Besucher   vorsichtig bemerkten, dass es vielleicht   an der Zeit wäre loszulassen, lächelte   Christian nur müde und sagte: “Sie ist   nur kurz draußen. Doch je länger dieses   Schweigen dauerte, desto lauter wurde   die Welt um ihn herum.

 

 Die Presse   spekulierte, Fans sorgten sich. Einige   fragten sogar, ob Christian den Verlust   psychisch überhaupt überstand. Felix,   sein Sohn, versuchte ihn aus diesem   inneren Exil zu holen, mal sanft, mal   bestimmt. Aber Christian hatte sich in   seiner Trauer eingegraben wie ein   verletztes Tier, das nicht einmal   erkannt, dass draußen längst wieder   Licht war.

 

 Der Wendepunkt kam unerwartet   und nicht durch einen Menschen, den   Christian schon kannte. Es begann an   einem Nachmittag, an dem Felix ihn   überredete, an einem   Seniorensportprogramm teilzunehmen. Eine   harmlose Veranstaltung, ein wenig   Bewegung, ein bisschen Kontakt,   eigentlich nichts Besonderes. Doch dort   saß sie, eine Frau mit grauen Haaren,   einem ruhigen Blick und einer Art zu   atmen, die Christian seltsam vertraut   vorkam. Ihr Name war Helga.

 

 Helga sprach   nicht zuerst mit ihm. Sie bemerkte ihn   nur, ein stilles, kaum sichtbares   Nicken, das Christian überraschend tief   berührte. Nicht weil er sich verliebte,   sondern weil es das erste Mal seit   Monaten war, dass jemand ihn ansah ohne   Mitleid, ohne Erwartungen, ohne diese   feuchte Anteilnahme, die Gime Eoin immer   wieder daran erinnerte, wie gebrochen er   war.

 

 Doch die Gerüchte begannen viel,   viel früher als die eigentliche   Wahrheit. Als Christian ein paar Wochen   später zufällig mit Helga durch den   Kurpark ging, sahen ihn Spaziergänger.   Die Fotos verbreiteten sich schneller,   als er die Situation überhaupt einordnen   konnte. Und plötzlich stand in den   Schlagzeilen: “Hat Christian Neureuter   eine neue Frau? Wie kann er Rosiell   vergessen? Ist das ein Verrat an einer   Ikone? Es war grotesk, bitter und   gleichzeitig unvermeidlich.

 

 Die   Öffentlichkeit wollte ein Märchen, doch   das Leben schrieb Tragödien, Komödien   und Wiedergeburten, alles gleichzeitig.   Christian war wütend, nicht auf die   Presse, nicht auf Helga, sondern auf   sich selbst, weil er das Gefühl hatte,   Rosi zu betrügen, obwohl er doch nur   versuchte zu leben.

 

 Er zog sich zurück   wieder. Doch diesmal meldete sich   jemand, den niemand erwartet hätte. Eine   Handvoll ehemaliger Trainingskollegen   und Freunde sagten offen: “Christian, du   darfst wieder glücklich sein. Es ist   kein Verrat, es ist ein Geschenk. Dieser   Satz wurde zu einem Echo in seinem Kopf   wieder und wieder, bis er verstand, dass   man Liebe nicht wie Gegenstände   behandelt.

 

 Sie stirbt nicht nur, weil   ein Mensch stirbt. Sie verwandelt sich   und manchmal findet sie neue Wege. Doch   die wirklich dramatische Wendung kam   nicht durch Christian, sondern durch   Felix, der Sohn, der seine Mutter   verehrte und gleichzeitig sah, wie sein   Vater sich selbst verlor. In einem   Interview sagte er plötzlich öffentlich:   “Wenn Papa wieder jemanden zum Lachen   findet, dann wäre das das Schönste, was   Mama sich hätte wünschen können.

 

 Dieser   Satz brach den Bann, doch er brach auch   die Ruhe, denn mit ihm begann eine   emotionale Diskussion im ganzen Land.   Manche sahen wieder in Hoffnung, andere   Verrat. Wieder andere warfen Christian   vor, die Erinnerung an Rosi zu   beschmutzen. Die sozialen Medien   explodierten. Briefe erreichten sein   Haus, die Hälfte voller Liebe, die   andere Hälfte voller Vorwürfe.

 

 Doch   während all das geschah, blieb Helger   zurückhaltend. Sie suchte keine Kamera,   sie gab keine Interviews, sie nahm   keinen Platz ein, der ihr nicht zustand.   Sie sagte lediglich: “Ich bin nicht   hier, um zu ersetzen. Ich bin hier, um   zu begleiten.” Diese Worte trafen   Christian so tief, dass er zum ersten   Mal seit zwei Jahren wieder weinte,   nicht aus Trauer, sondern aus   Erleichterung.

 

 Je mehr Zeit sie   miteinander verbrachten, desto stärker   wurde ihm klar, es war keine neue große   Liebe, die Rosi verdrängen sollte. Es   war eine stille Hand, die ihn aus der   Dunkelheit führte. Eine Form von   Zuneigung, die nicht mit Vergangenheit   konkurrierte, sondern Zukunft möglich   machte. Die Welt sah weiter zu.   Bewertete.

 

 Urteile fielen schnell, wie   immer, wenn man selbst nicht betroffen   ist. Manche kritisierten, dass Christian   zu früh einen Schritt nach vorne machte.   Andere meinten, er hätte sich früher   öffnen müssen. Es gab keine richtige   Entscheidung, nur seine, der Moment, der   alles veränderte, kam, als Christian   sich endlich entschloss, ein   öffentliches Statement abzugeben, nicht   aus Pflicht, sondern aus dem tiefen   Bedürfnis wiederzusprechen, für sich,   für Rosi, für die Wahrheit.

 

 In einem   Studio unter gedämpftem Licht sagte er   schließlich die Worte, die Deutschland   bewegen sollten. Ich habe wieder gelernt   zu lieben. Doch er fügte einen Satz   hinzu, den nur wenige erkannten, der   jedoch den Kern seiner Wahrheit trug.   Und ich habe gelernt, dass Liebe nicht   endet, wenn ein Leben endet.

 

 Dieser Satz   veränderte den Ton der Diskussion. Er   verwandelte Vorwürfe in Verständnis,   Härte in Mitgefühl und er machte etwas   sichtbar, dass viele vergessen, dass ein   gebrochenes Herz nicht nur heilen darf,   sondern heilen muss. Doch bevor wir zu   dem kommen, was Christian heute wirklich   antreibt, bevor wir die Bedeutung von   Helger verstehen und bevor wir   begreifen, welche Botschaft er nach   dieser dunklen, aber zugleich   hoffnungsvollen Reise an die Welt   richtet.

 

 lade ich dich ein, dieses Video   mit einem Like, einem Kommentar oder   einem Abo zu unterstützen, denn im   zweiten Teil dieser bewegenden   Geschichte geht es um die größte Frage   überhaupt. Was bedeutet Liebe, wenn sie   zweimal imselben Herzen Platz findet?   Und genau dort beginnt unser   Schlusskapitel. Nachdem Christian   Neureuter mit den Worten “Ich habe   wieder gelernt zu lieben” öffentliche   Diskussion entfacht hatte, begann der   wahre Sturm erst, denn die Dokumentation   zeigte nur den Anfang, die Spitze eines   Eisbergs, der in Wahrheit viel größer   war. Hinter den Kulissen brodelte es   nicht nur in den Medien, sondern auch in   der Familie. Und je mehr sich die   Geschichte ausbreitete, desto mehr   prallten Erwartungen, Emotionen und   Erinnerungen aufeinander, wie Wellen,   die gegen Felsen schlagen. Zunächst

 

  reagierte die Öffentlichkeit in zwei   extremen Lagern. Die einen feierten   Christian für seinen Mut, für die   Offenheit eines Mannes, der nach   schwerem Verlust den Weg zurück ins   Leben fand. Die anderen warfen ihm vor,   zu früh losgelassen zu haben, die   Erinnerung an Rosi zu beschmutzen und   ihr Erbe durch eine neue Beziehung zu   gefährden.

 

 Die sozialen Netzwerke wurden   zum Schlachtfeld Menschen, die Christian   nie begegnet waren, urteilten,   verurteilten oder verteidigten ihn, als   wüssten sie, wie er trauerte. Doch der   wahre Druck entstand nicht online,   sondern zu Hause. Felix, sein Sohn,   stand plötzlich im Zentrum einer   Diskussion, die er nie wollte. Die   Medien verlangten Stellungnahmen.

 

 Fans   spekulierten, ob er die neue Beziehung   seines Vaters gut heiße. Einige warfen   ihm vor, selbst den Verlust seiner   Mutter nicht richtig zu verarbeiten.   Andere lobten ihn für seine Reife,   besondene Haltung. Doch in Wahrheit war   Felix zerrissen. Er liebte seine Mutter   und er liebte seinen Vater. Und er   wusste, dass jeder Schritt, den einer   von beiden machte, von Millionen   beobachtet wurde.

 

 Privat kam es zu   Spannungen, nicht aus Wut, sondern aus   Trauer. Felix wollte, dass sein Vater   glücklich wurde, doch er sah auch, wie   sehr diese neue Beziehung die Erinnerung   an Rosi verkomplizierte. Gleichzeitig   wusste er, dass Christian sich durch den   Rückzug in die Trauer beinah selbst   zerstört hätte.

 

 Es war ein Balanceakt   zwischen Loyalität und Realität, den   kein Sohn in diesem Ausmaß bewältigen   möchte. Auch in Rosis Familie rumorte   es. Eine ihrer Schwestern äußerte sich   anonym und sagte, sie habe das Gefühl,   dass alles zu schnell gehe, dass man die   Trauer nicht überspringen könne, dass   der Schmerz noch zu frisch sei.

 

 Und   selbst wenn diese Worte gut gemeint   waren, trafen sie Christian tief, denn   sie bestätigten seine größte Angst, dass   seine neue Liebe wie ein Verrat wirken   könnte. Währenddessen breitete sich die   Debatte in den Medien aus. Talkshows   analysierten jeden Satz. Psychologen   wurden eingeladen, Trauerphasen zu   erklären.

 

 Manche Experten betonten, dass   jeder Mensch anders trauere und dass es   keine richtige Zeit gäbe, wieder zu   lieben. Andere deuteten an, dass ein zu   schneller Neuanfang ein Zeichen   ungeklärter Emotionen sei. Der   öffentliche Diskurs wurde zu einem   Spiegel. Der Christian zeigte, wie viele   Meinungen Menschen über etwas hatten,   das eigentlich nur ihm gehörte.

 

 Doch   inmitten dieses Chaos gab es einen   Moment, der zeigte, wie tief die Wunden   tatsächlich waren. Eine Journalistin   veröffentlichte einen Artikel, indem sie   behauptete, Christian habe bereits vor   Rosis Tod emotionale Distanz aufgebaut,   dass sie sich in ihren letzten Monaten   allein gefühlt habe.

 

 Die zitierte   angebliche Bekannte, die sagten, dass   Rosi das Gefühl hatte, die Last zu sein,   die Christian nicht tragen konnte. Die   Wahrheit dieser Aussagen war ungewiss,   doch ihr Schaden enorm. Christian war am   Boden zerstört, nicht wegen des Vorwurfs   selbst, sondern weil die Vorstellung   unerträglich war, dass Menschen glauben   könnten.

 

 Er hätte Rosie je im Stich   gelassen. Rosi, die Liebe seines Lebens.   seine Gefährtin, seine größte   Verbündete. Felix reagierte sofort. Er   schrieb öffentlich, dass der Artikel   eine Lüge sei, dass sein Vater die   letzten Monate Tag und Nacht, im   Krankenhaus war, dass er seine Mutter   gehalten habe, als sie nicht mehr   konnte.

 

 Doch die Debatte hatte bereits   ihren Lauf genommen und manche Menschen   halten lieber an ihren Schatten fest,   statt das Licht anzuerkennen. Während   der Skandal eskalierte, versuchte Helger   sich komplett zurückzuziehen. Sie wollte   nicht Teil einer öffentlichen   Auseinandersetzung sein. Sie wollte   keinen Platz einnehmen, der Rosi   gehörte.

 

 Und sie wollte nicht, dass   Christian wegen ihr litt. Aber je mehr   sie sich zurückzog, desto stärker   klammerten sich die Medien an ihre   Person. wo sie wohnte, was sie früher   gemacht hatte, wie alt sie war, ob sie   versuchte Rosis Rolle einzunehmen. Doch   Helger tat nichts dergleichen. Sie blieb   leise, respektvoll und gerade dieser   Respekt wurde plötzlich als Kälte   interpretiert.

 

 Einige behaupteten, sie   schäme sich für die Beziehung, andere   sie manipuliere Christian. wieder   andere. Sie sei nur eine Ablenkung von   seiner Trauer. Es war absurd, wie   schnell eine völlig unbekannte Frau zur   Projektionsfläche eines ganzen Landes   wurde. Die Situation drohte außer   Kontrolle zu geraten. Christian hatte   Mühe, sich zu schützen, doch er merkte,   dass der Druck nicht nur auf ihn,   sondern auch auf Helga wuchs.

 

 Und in   einem Moment der Verzweiflung zog er   sich wieder zurück, nicht so tief wie   nach Rosis Tod. aber doch weit genug,   dass Freunde sich Sorgen machten. Er   sprach weniger, trainierte weniger, aß   kaum. Die wiedergewonnene Lebensfreude   schien zu zerbröckeln, doch dann geschah   etwas, das niemand erwartet hatte.

 

 Eines   Morgens klingelte sein Telefon. Es war   ein Brief, der ihm vorgelesen wurde, ein   Brief, der anonym einging. Doch der   Inhalt war eindeutig. Es waren Worte von   Rosis ältester Freundin, einer Frau, die   sie seit der Jugend kannte. Und diese   Freundin schrieb: “Rosi hätte gewollt,   dass du weiterlebst.

 

” Sie sagte oft:   “Wenn ich gehe, soll er bitte nicht   alleine bleiben. Er hat so viel Liebe zu   geben.” Christian brach zusammen, nicht   aus Schmerz, sondern aus Entlastung.   Denn zum ersten Mal fühlte er, dass   seine Zukunft nicht gegen seine   Vergangenheit arbeiten musste. Mit neuer   Energie entschloss er sich, die   Geschichte selbst zu erzählen.

 

 Nicht   durch die Presse, nicht durch   Interviews, sondern durch ein Gespräch,   das gefilmt wurde, aber völlig   ungestellt war. Ein ehrliches Gespräch,   indem er Dinge aussprach, die er nie   zuvor formuliert hatte. Er sagte, dass   seine Liebe zu Rosi nie verschwinden   werde, dass sie sein Kompass sei, sein   Schutzengel, sein Zuhause und dass eine   neue Liebe diesen Platz nicht nehme,   sondern daneben existiere, weil Herzen,   die gebrochen sind, oft größer   zurückschlagen als zuvor.

 

 Er sprach über   die Dunkelheit, über die Nächte, in   denen er mit Rosits Schal im Arm   einschlief, über die Morgen, an denen er   aufstand und vergaß, das als die nicht   mehr da war, über die Schuld, die er   fühlte, als er Helga zum ersten Mal   ansah und spürte, dass da etwas war, das   warm war und lebendig und echt.

 

 Er gab   zu, dass er Angst hatte, sich selbst zu   verlieren, Angst hatte, seine Kinder zu   verlieren, Angst hatte, die Erinnerung   an Rosi zu verlieren. Aber er begriff,   dass Liebe nicht geteilt wird, sondern   sich multipliziert und dass ein Mensch,   der große Liebe erlebt hat, nicht dazu   verdammt ist, den Rest seines Lebens in   Scherben zu verbringen.

 

 Nach diesem   öffentlichen Gespräch drehte sich die   Stimmung langsam. Menschen schrieben ihm   Briefe voller Verständnis. Besonders   ältere Frauen und Männer, die nach dem   Tod ihrer Partner ebenfalls eine neue   Liebe gefunden hatten. Sie erzählten   ihm, dass die Gesellschaft oft nicht   verstehe, wie Einsamkeit wirkt, wie laut   Stille sein kann, wie schwer das Leben   wird, wenn der Mensch, mit dem man   Jahrzehnte verbracht hat, plötzlich   nicht mehr da ist.

 

 Diese Briefe halfen   Christian zu erkennen, dass seine   Geschichte nicht nur seine eigene war,   sie war die Geschichte von tausenden,   vielleicht Millionen Menschen, die   trauerten und trotzdem weiterleben   wollten. Er war nicht egoistisch, nicht   herzlos. Er war menschlich. Doch die   stärkste Wendung kam erst später. Eines   Tages erhielt er ein Paket. Absender.

 

  Unbekannt. Darin lag ein kleines   Notizbuch schwarzes Leder abgenutzt. Und   auf der ersten Seite stand: “Für   Christian, wenn ich einmal nicht mehr da   bin.” Seine Hände zitterten. Die Schrift   war eindeutig rosis und zwischen den   Seiten fand er Sätze, die ihm den Atem   nahmen.

 

 “Ich weiß, dass du mich lieben   wirst, selbst wenn ich gehe. Aber bitte,   Christian, bleib nicht stehen. Du bist   kein Mann für die Einsamkeit. Suche   nicht nach einer zweiten Rosi, aber   suche nach einem Leben, das dich wieder   lächeln lässt. Es war keine Erlaubnis,   es war ein Vermächtnis und damit begann   etwas Neues.

 

 Doch bevor wir im Schlusel   darüber sprechen, wie Christian heute   lebt, was Helga wirklich für ihn   bedeutet und welche Botschaft er der   Welt hinterlassen möchte, lade ich dich   ein. Dieses Video mit einem Like, einem   Kommentar oder einem Abo zu   unterstützen, denn im letzten Teil wird   klar, dass manche Liebesgeschichten kein   Ende haben. Sie verändern nur ihre Form.

 

  Am Ende dieser außergewöhnlichen,   schmerzhaften und gleichzeitig   hoffnungsvollen Reise steht ein Mann,   der gelernt hat, dass Liebe nicht an   einziges Leben gebunden ist. Christian   Neureuter hat erkannt, dass Trauer und   neues Glück keine Gegner sind, sondern   zwei Kräfte, die ein Herz formen können.   Und genau deshalb berührt seine   Geschichte so viele Menschen, weil sie   zeigt, dass ein Ende nicht das Ende ist,   sondern manchmal der Anfang eines   anderen Weges.

 Seine Liebe zu Rosi   bleibt unantastbar. Sie ist in jedem   Foto, das noch immer an den Wänden   hängt, in jedem Raum, der ihren Duft   trägt, in jedem Atemzug, der ihn an ihre   Stärke erinnert. Nichts und niemand kann   diese Verbindung jemals ersetzen. Doch   Christian hat begriffen, dass Erinnerung   kein Gefängnis sein muss.

 

 Man kann   jemanden lieben und trotzdem   weitergehen. Man kann jemanden vermissen   und dennoch wieder lachen. Und man kann   ein Kapitel schließen, ohne die Seiten   zu zerreißen. Helga trat nicht in sein   Leben, um Rosis Platz einzunehmen,   sondern um ihm zu zeigen, dass es   möglich ist, erneut Licht zu sehen.   Selbst wenn man im tiefsten Schatten   stand, sie wurde zu einer stillen   Begleiterin, zu einer sanften Hand, die   ihn nicht vorwärts drängte, sondern   einfach neben ihm ging, Schritt für   Schritt, bis das Atmen nicht mehr weh   tat. Viele kritisierten sie, ohne sie zu   kennen. Doch Christian wusste, Heilung   ist niemals ein Verrat. Sie ist eine   Form der Dankbarkeit gegenüber dem, was   war. Als er das schwarze Notizbuch mit   Rosis Handschrift fand, verstand er   endgültig, dass Liebe größer ist als

 

  Verlust. Rosi wollte, dass er lebt.   Nicht nur überlebt, dass er das Lachen   wiederfindet, dass sie an ihm so geliebt   hatte, dass er seinen Weg weitergeht,   auch wenn ihr geändet hat. Es war ihr   letzter Liebesbrief, ein Brief, der ihm   erlaubte, nach vorn zu schauen, ohne   sich umzudrehen.

 

 Vielleicht bleibt seine   Geschichte deshalb so tief im Herzen   haften, weil sie uns daran erinnert,   dass wir nicht nur für eine Liebe   geschaffen sind, sondern für die   Fähigkeit zu lieben, immer wieder, immer   neu, immer menschlich. Und vielleicht   gibt es kein größeres Vermächtnis als   dieses.